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Hauptstadtflughafen : Mehdorn entlässt Bereichsleiter fristlos

  • Aktualisiert am

Hartmut Mehdorn Bild: dpa

Immer schwindelerregendere Zahlen über die Kosten des neuen Hauptstadtflughafens kursieren in den Medien. Flughafenchef Hartmut Mehdorn ärgert sich nun über Indiskretionen. Ein führender Mitarbeiter muss gehen.

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          Am neuen Hauptstadtflughafen hat Geschäftsführer Hartmut Mehdorn einem führenden Mitarbeiter fristlos gekündigt. In einem Mitarbeiterbrief vom Dienstag, der der Nachrichtenagentur dpa vorliegt, legt Mehdorn dem Bereichsleiter Indiskretionen zur Last.

          Hintergrund ist ein Schreiben des Beschuldigten an mehrere Aufsichtsräte, aus dem am Wochenende die „Süddeutsche Zeitung“ zitierte. Demnach ist eine Inbetriebnahme des Flughafens 2016 „akut gefährdet“. Mehdorn äußerte sich nicht zu Terminen. Ziel sei, den Neubau schnellstmöglich ans Netz zu bringen, 400 Leute arbeiteten auf der Baustelle. „Wir haben den BER im Griff“, betonte Mehdorn.

          Dass der neue Hauptstadtflughafen teurer wird als geplant, ist allen
          Beteiligten klar - wie viel es wird, aber nicht. Inzwischen kursieren sogar Nachrichten über Kostensteigerungen von den 2012 kalkulierten 4,3 auf über 8 Milliarden Euro. Die Verantwortlichen wiesen einen entsprechenden Bericht der Bild-Zeitung zwar umgehend zurück, in den Aufsichtsratsunterlagen fänden sich „nirgendwo solche Zahlen“. Aber dass etwas nicht in offiziellen Unterlagen zu lesen ist, heißt noch nicht, dass es nicht doch so ist.

          Die Mehrkosten des Flughafens werden an diesem Donnerstag abermals im Finanzausschuss des Aufsichtsrats besprochen. Das gesamte Gremium kommt am 11. April wieder unter der Leitung von Berlins Regierendem Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) zusammen. Die Mehrkosten für das Projekt tragen die drei Gesellschafter Berlin, Brandenburg und der Bund. Dass die Summe auf mehr als 5 Milliarden Euro steigen wird, wird von ihnen nicht mehr bestritten. Ein wesentlicher Grund für die Verteuerung sind die häufigen Umplanungen, Zusatzbauten sowie die steigenden Baupreise. Nicht eingerechnet in diesen Betrag sind der Bahnhof unter dem Terminal sowie die Schienen- und Straßenanbindung.

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