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Goldman Sachs : Star-Banker Dibelius beendet Rosenkrieg

  • -Aktualisiert am

Alexander Dibelius mit Freundin Laila Maria Witt auf dem Oktoberfest in München. Bild: BrauerPhotos (c) G.Schober

Goldman Sachs-Chef Alexander Dibelius ist nun ein geschiedener Mann. Nun steht das Baby mit der Freundin im Mittelpunkt - und natürlich der Beruf.

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          Star-Banker Alexander Dibelius kann aufatmen: Der Rosenkrieg mit seiner Frau ist zu Ende. Mitte der Woche hat sich das Paar außergerichtlich geeinigt, damit sind Alexander und Andrea Dibelius nun geschiedene Leute. Zu den Details der Trennung des Goldman Sachs-Chefs war nichts zu erfahren, die Parteien haben Stillschweigen zum Ende ihrer Ehe vereinbart. Eine Sprecherin der Investmentbank wollte sich zu den persönlichen Angelegenheiten des Chefs nicht äußern.

          Georg Meck

          Verantwortlicher Redakteur für Wirtschaft und „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Mittlerweile lebt der Banker in einer neuen Beziehung, ist kürzlich mit 54 Jahren zum ersten Mal Vater geworden - seine Freundin, die Schauspielerin Laila Maria Witt, 31, brachte im Juni ein Mädchen zur Welt. Eine Babypause mag sich Dibelius aber nicht leisten, schließlich gibt es viel zu tun, muss er mit Goldman Sachs die eine oder andere Firma an die Börse bringen, etwa wenn die Gebrüder Samwer im Herbst Aktionäre für ihre Internetbuden suchen.

          Gut elf Jahre war Alexander Dibelius verheiratet mit der Tirolerin Andrea, die Hochzeit feierte man seinerzeit in Kitzbühel. Ehevertrag gab es keinen, wie die Welt im Zuge der Auseinandersetzung erfahren hat - und was sich als gewaltiger Nachteil für Dibelius herausgestellt hat, nachdem seine Frau im vorigen Frühjahr die Scheidung eingereicht hat; ausgerechnet in London, wo das Paar eine Immobilie besaß - und vor allem: wo erfolgreiche Männer in Scheidungsprozessen besonders bluten. Dort hat die frühere Frau des Hedgefonds-Managers Chris Hohn vor Gericht gerade von ihrem Ex-Gatten 400 Millionen Dollar verlangt - mindestens.

          Wenn schon scheiden, dann in Deutschland

          Nun ist Dibelius als ein harter Verhandler und überhaupt als Teufelskerl bekannt, insofern ist auszuschließen, dass ihn am Ende der Ehe die Romantik übermannt hat. Nein, soviel scheint sicher: Der Mann ist durch die Scheidung nicht arm geworden. So behält er unter anderem sein Haus in München, die legendäre Thomas Mann-Villa am Englischen Garten.

          Umgekehrt muss man sich auch um die ehemalige Gattin finanziell keine Sorgen machen. In der Fachpresse für Stars, Sternchen und Investmentbanker war von 300 Millionen Euro Privatvermögen die Rede, das es aufzuteilen galt. Mit aufziehendem Rosenkrieg waren voriges Jahr allerhand Interna aus dem Privathaushalt Dibelius in die Öffentlichkeit gelangt: Aufstellungen über Häuser, den Fuhrpark, sogar Steuerakten. All dies ließ erahnen, was dem Investmentbanker drohte, wäre es tatsächlich zum Prozess vor einem Londoner Gericht gekommen. Dann doch lieber so zahlen, was einmal mehr beweist: Die Ehe ist ein Risiko, auch finanziell. Tritt der Schadensfall ein, geht es - gerade im Fall von Großverdienern - häufig ruppig zu, bisweilen ziemlich schmutzig. Rupert Murdoch, Steven Spielberg und Jack Welch können ein Lied davon singen.

          Scheidungsanwälte empfehlen deshalb dringend: Für Unternehmer ist ein Ehevertrag Pflicht. Das Problem: „In Großbritannien oder Amerika hat ein deutscher Ehevertrag keine bindende Wirkung. Die Neigung der Gerichte in London oder Florida ist groß, in den Vertrag einzugreifen“, erklärt Christian von Oertzen, Partner in der Kanzlei Flick Gocke Schaumburg. „Das bedeutet: Im Zweifel ist die Hälfte des Gesamtvermögens weg.“ Der Jurist rät daher, alles zu tun, um den Gerichtsstand in Deutschland zu halten - und wenn es akut wird mit dem Liebes-Aus, schneller sein als der Partner, also zügig in Deutschland die Scheidung einreichen.

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