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Gefängnisstrafe : Sieben Jahre Haft für Ex-Chef der Leipziger Wasserwerke

  • Aktualisiert am

Verurteilt: Klaus Heininger Bild: dpa

Der frühere Chef der Wasserwerke Leipzig ist wegen Untreue, Bestechlichkeit und Bilanzfälschung zu 7 Jahren Gefängnis verurteilt worden. Der Stadt Leipzig soll durch seine riskanten Finanzgeschäfte ein Schaden von bis zu 300 Millionen Euro entstanden sein.

          Der frühere Chef der Kommunalen Wasserwerke Leipzig (KWL), Klaus Heininger, ist vom Landgericht Dresden zu einer Haftstrafe von sieben Jahren und fünf Monaten verurteilt worden. Die Richter sahen die Vorwürfe von Untreue, Bestechlichkeit und Bilanzfälschung als erwiesen an. Drei Jahre seien vollstreckt.

          Der 53-Jährige soll 2005 bis 2007 riskante Finanzgeschäfte hinter dem Rücken der Aufsichtsgremien abgeschlossen haben. Der Stadt Leipzig soll dadurch ein Schaden von bis zu 300 Millionen Euro entstanden sein.

          Heininger war bereits im Januar 2011 zu eine Haftstrafe verurteilt worden - damals zu 4 Jahren und 11 Monaten. Dieses Urteil des Leipziger Landgerichts war dann aber vom Bundesgerichtshof teilweise aufgehoben und das Verfahren nach Dresden verwiesen worden. Die Leipziger Richter hatten einen Teil der mutmaßlichen Untreuehandlungen nicht näher untersucht, weil die damit zusammenhängenden Vertragstexte in Englisch abgefasst waren. Aus Sicht des BGH war das fehlerhaft.

          Heininger saß bereits insgesamt 39 Monate in Untersuchungshaft. Zwei mitangeklagte Finanzmakler erhielten Freiheitsstrafen von vier Jahren und zwei Monaten sowie fünf Jahren. Sie sollen Heininger mit rund 3,5 Millionen Euro bestochen haben.

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