https://www.faz.net/-gqe-8kd7k

Abgasaffäre : Früherer VW-Chef Winterkorn plant Neustart

  • Aktualisiert am

Der ehemalige Chef von Volkswagen, Martin Winterkorn, ist anscheinend immer noch ein begehrter Mann. Bild: dpa

Dem Manager winken Monate nach Bekanntwerden des Dieselskandals nicht nur interessante Stellenangebote als Dax-Aufsichtsrat. Doch eine Hürde gibt es noch.

          1 Min.

          Der wegen des Dieselskandals zurückgetretene Volkswagen-Vorstandsvorsitzende Martin Winterkorn arbeitet nach einem Bericht der Zeitung „Bild am Sonntag“ an einem Comeback. Nach Informationen der Zeitung will Winterkorn weiterhin eine Rolle in der deutschen Wirtschaft spielen, ihm liegen Anfragen für Aufsichtsratsmandate in Dax-Konzernen vor. Auch mit wissenschaftlichen Instituten sei der promovierte Ingenieur in Kontakt. Voraussetzung für eine neue verantwortliche Position ist, dass Winterkorn im Dieselgate-Skandal nicht verurteilt wird. 

          Die amerikanischen Kanzlei Jones Day, die von Volkswagen mit der Aufarbeitung betraut wurde, habe Winterkorn nach Informationen der Zeitung entlastet, schreibt die Zeitung. Der frühere Konzernchef trage keine persönliche Schuld am Diesel-Skandal. Demnach seien die Machenschaften hinter seinem Rücken abgelaufen. Auch das Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft Braunschweig werde bald eingestellt, hoffe Winterkorn. Seinen Posten als Aufsichtsrat bei Bayern München wird Winterkorn wohl behalten. Dies soll er mit dem künftigen Bayern-Boss Uli Hoeneß vereinbart haben.

          Weitere Themen

          Moderator der Macht

          VW-Aufsichtsratschef Pötsch : Moderator der Macht

          Hans Dieter Pötsch will mit 70 Jahren seine Zeit als Aufsichtsratschef von Volkswagen verlängern – und alle im Konzern sind zufrieden. Wer soll es in so schwierigen Zeiten denn sonst machen?

          VW will Europcar zurückhaben

          15 Jahre nach Verkauf : VW will Europcar zurückhaben

          Europas größter Autohersteller bestätigt öffentlich Interesse daran, den Autovermieter wieder zu kaufen. Denn seit 2006 haben sich die Prioritäten im Konzern verschoben.

          Topmeldungen

          Die HMS Defender bei ihrer Ankunft im Hafen von Odessa am 18. Juni

          Vorfall im Schwarzen Meer : Wollte die Royal Navy Russland provozieren?

          In Großbritannien verstärkt sich der Eindruck, dass die Royal Navy im Schwarzen Meer ein Zeichen setzen wollte. Moskau droht für Wiederholungen mit Bombenangriffen „nicht einfach in den Kurs, sondern auf das Ziel“.
          Der neue Bosch-Chef Stefan Hartung

          Generationswechsel : Bosch baut seine Führung komplett um

          Dass Stefan Hartung an die Spitze des Technologiekonzerns aufrückt, war schon länger klar. Doch wie groß der Umbau ausfällt, überrascht. Vor allem die neue Position des bisherigen Chefs erregt Aufmerksamkeit.

          Probleme des DFB-Teams : Höggschde Fahrigkeit

          Der Unterschied zur WM 2018, als Deutschland krachend vom hohen Ross fiel, besteht in erster Linie darin, dass sich „die Mannschaft“ nun wehrte. Das Grundproblem aber hat sich nicht verändert.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.