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Abgasaffäre : Früherer VW-Chef Winterkorn plant Neustart

  • Aktualisiert am

Der ehemalige Chef von Volkswagen, Martin Winterkorn, ist anscheinend immer noch ein begehrter Mann. Bild: dpa

Dem Manager winken Monate nach Bekanntwerden des Dieselskandals nicht nur interessante Stellenangebote als Dax-Aufsichtsrat. Doch eine Hürde gibt es noch.

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          Der wegen des Dieselskandals zurückgetretene Volkswagen-Vorstandsvorsitzende Martin Winterkorn arbeitet nach einem Bericht der Zeitung „Bild am Sonntag“ an einem Comeback. Nach Informationen der Zeitung will Winterkorn weiterhin eine Rolle in der deutschen Wirtschaft spielen, ihm liegen Anfragen für Aufsichtsratsmandate in Dax-Konzernen vor. Auch mit wissenschaftlichen Instituten sei der promovierte Ingenieur in Kontakt. Voraussetzung für eine neue verantwortliche Position ist, dass Winterkorn im Dieselgate-Skandal nicht verurteilt wird. 

          Die amerikanischen Kanzlei Jones Day, die von Volkswagen mit der Aufarbeitung betraut wurde, habe Winterkorn nach Informationen der Zeitung entlastet, schreibt die Zeitung. Der frühere Konzernchef trage keine persönliche Schuld am Diesel-Skandal. Demnach seien die Machenschaften hinter seinem Rücken abgelaufen. Auch das Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft Braunschweig werde bald eingestellt, hoffe Winterkorn. Seinen Posten als Aufsichtsrat bei Bayern München wird Winterkorn wohl behalten. Dies soll er mit dem künftigen Bayern-Boss Uli Hoeneß vereinbart haben.

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