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Früherer IWF-Chef : Strauss-Kahn wird Investmentbanker

  • Aktualisiert am

Dominique Strauss-Kahn Bild: REUTERS

Der frühere IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn hat nach eigenem Bekunden alle politischen Ambitionen aufgegeben. Im Herbst wird er Verwaltungsratsvorsitzender eines Finanzinstituts.

          Der wegen Vergewaltigungsvorwürfen zurückgetretene frühere IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn wird Investmentbanker. Mitte Oktober soll der 64-Jährige den Verwaltungsratsvorsitz des luxemburgischen Finanzinstituts Anatevka übernehmen, wie dieses am Mittwoch mitteilte. Zu dieser Gelegenheit werde die Investmentbank in LSK umbenannt - nach den Initialen ihres Gründers Thierry Leyne sowie Strauss-Kahns. Die Bank war im März an die Pariser Börse gegangen und hat derzeit einen Börsenwert von gut 50 Millionen Euro.

          Strauss-Kahn war im Mai 2011 als Chef des Internationalen Währungsfonds (IWF) zurückgetreten, nachdem er in New York wegen Vergewaltigungsvorwürfen festgenommen worden war. Ein Strafprozess wurde später wegen mangelnder Glaubwürdigkeit des mutmaßlichen Opfers eingestellt. In Frankreich steht „DSK“ wegen Sex-Partys mit Prostituierten ein Prozess wegen „schwerer gemeinschaftlicher Zuhälterei“ bevor.

          Strauss-Kahn, einst französischer Finanzminister und später als möglicher Präsidentschaftskandidat der Sozialisten gehandelt, hat inzwischen nach eigenem Bekunden alle politischen Ambitionen aufgegeben. Vor zwei Wochen willigte er ein, die serbische Regierung in Finanzfragen zu beraten. Im Juli hatte er bereits Posten in den Aufsichtsräten von zwei russischen Finanzinstitutionen übernommen.

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