https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/menschen-wirtschaft/frederik-willem-de-klerk-der-mann-der-die-apartheid-abgeschafft-hat-11500999.html

Frederik Willem de Klerk : Der Mann, der die Apartheid abgeschafft hat

Frederik Willem De Klerk
          1 Min.

          Der 1936 in Johannesburg geborene Frederik Willem de Klerk war von 1989 bis 1994 Präsident der Republik Südafrika. Er erhielt 1993 zusammen mit Nelson Mandela den Friedensnobelpreis. Obwohl er bis zu seiner Wahl zum Präsidenten als Verfechter der Apartheid galt und Teil des vorherigen Systems war, hatte Frederik de Klerk wesentlichen Anteil am Ende der Rassentrennung. In einer aufsehenerregenden Parlamentsrede im Februar 1990, an die sich damalige Zeitungskorrespondenten im Land bis heute lebhaft erinnern, kündigte er weitreichende Reformen an, die in den folgenden Monaten auch umgesetzt wurden.

          Carsten Knop
          Herausgeber.

          So ließ er die verbotenen Parteien African National Congress (ANC) und Pan Africanist Congress (PAC) sowie etwa 30 weitere Organisationen wieder als politische Kräfte zu. Mandela und andere Führer des ANC sowie rund 120 weitere politische Gefangene wurden aus den Gefängnissen entlassen. Einschränkungen der Pressefreiheit und der Ausnahmezustand wurden aufgehoben, ebenso die Apartheid-Gesetze. Im Jahr 1993 nahm de Klerk erstmals als „farbig“ bezeichnete und indischstämmige Politiker in sein Kabinett auf. 1994 wurden die ersten wirklich freien Wahlen in Südafrika abgehalten, an denen alle Volksgruppen das Wahlrecht wahrnehmen konnten, auch die bis dahin unterdrückte Mehrheit der schwarzen Staatsbürger.

          Der ANC trug dabei einen überwältigenden Wahlsieg davon; de Klerk wurde von Mandela im Amt abgelöst. De Klerk wurde unter Mandela Vizepräsident. Er übte diese Funktion bis 1996 aus, als die neue Verfassung ausgearbeitet war. 1997 zog er sich aus der Politik zurück. Nach seinem Rückzug wurde es ruhig um de Klerk.

          Weitere Themen

          Rette mich, wer kann

          FAZ Plus Artikel: Energiekrise : Rette mich, wer kann

          Mit düsteren Warnungen rufen Wirtschaftsverbände nach neuen Hilfen für die Unternehmen. Ökonomen halten dagegen: Dass einige Betriebe die Produktion jetzt drosseln, sei eine gute Nachricht.

          OPEC-Staaten drosseln Öl-Fördermenge Video-Seite öffnen

          Trotz Energiekrise : OPEC-Staaten drosseln Öl-Fördermenge

          Es ist die größte Kürzung der Ölproduktion seit der Covid-Pandemie. Die USA und andere Länder pochten auf eine Erhöhung der Fördermenge, um den Ölpreis weiter zu senken und Russland zu schwächen.

          Topmeldungen

          In der Montagehalle eines Windenergieanlagenbauers arbeitet ein Mitarbeiter am Getriebe einer Windkraftanlage.

          Hohe Energiepreise : Lange Schatten

          Hohe Gas- und Strompreise belasten das Wirtschaften hierzulande nicht nur vorübergehend. Und: Sie treffen kleine und mittlere Unternehmen, die die Produktion nicht einfach ins Ausland verlagern können, besonders stark.
          Läuft nicht nach Plan: Die russische Mobilisierungskampagne für die Invasion in der Ukraine (hier ein Plakat in St. Petersburg)

          Nach ukrainischem Vorrücken : Moskau sucht Schuldige für Misserfolge

          Während die Ukrainer Gelände zurückgewinnen, treibt Russland sein Annexionsprogramm voran, wobei die „Grenzen“ der Gebiete unklar bleiben. Moskau will darin keinen Widerspruch sehen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Sie können bis zu 5 Newsletter gleichzeitig auswählen Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.