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Früherer Topmanager : Thomas Middelhoff droht eine weitere Anklage

  • -Aktualisiert am

Thomas Middelhoff (Archivbild aus dem Jahr 2013) Bild: Frank Röth

Die Staatsanwaltschaft Bochum wirft dem ehemaligen Arcandor-Chef nach Angaben seines Verteidigers Anstiftung zur Untreue vor. Middelhoff bestreitet die Vorwürfe.

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          Thomas Middelhoff, dem ehemaligen Vorstandsvorsitzenden der früheren Karstadt-Muttergesellschaft Arcandor, droht womöglich neues Ungemach. So ist beim Landgericht Essen Ende vergangener Woche eine Anklage der Staatsanwaltschaft Bochum gegen 15 frühere Verantwortliche des 2009 in die Insolvenz abgerutschten Arcandor-Konzerns eingegangenen. Ein Gerichtssprecher bestätigte Meldungen des Manager-Magazins. Angaben zur Identität der betroffenen Personen oder zum Inhalt der Klage werden noch nicht gemacht. Es dürfte sich aber um den damals von Middelhoff geführten Vorstand und die Mitglieder des Aufsichtsrats handeln. Das Landgericht Essen wird nun prüfen, ob die Klage zugelassen wird.

          Der Vorwurf laute auf Untreue in besonders schwerem Fall und Beihilfe dazu, heißt es in dem Magazinbericht. Es soll um Boni und Abfindungen von mehr als 8,8 Millionen Euro gehen. Sie seien seinerzeit bewilligt worden, obwohl sich der Handelskonzern längst in bedrohlicher Schieflage befand.

          Angeblich sieht die Staatsanwaltschaft Middelhoff in der Schuld, weil er die Zahlungen akzeptiert hat. Den ehemaligen Aufsichtsräten, darunter der Ehemann der Karstadt-Quelle-Erbin Madelaine Schickedanz, Leo Herl, soll vorgeworfen werden, dem Arcandor-Management Lage ungerechtfertigt hohe Sonderzahlungen gewährt zu haben.

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