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Ex-Deutsche -Bank-Chef : Ackermann soll Bank of Cyprus kontrollieren

Josef Ackermann Bild: Reuters

Der ehemalige Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bank, Josef Ackermann, kehrt in die Bankenwelt zurück. Er soll Chefkontrolleur der angeschlagenen Bank of Cyprus werden.

          Der russische Investor Wiktor Wekselberg und der amerikanische Milliardär Wilbur Ross haben den Schweizer als Präsidenten für den Verwaltungsrat der Bank of Cyprus nominiert. Darüber werden die Anteilseigner des Instituts auf der Hauptversammlung am 20. November abstimmen. Im Fall seiner Wahl würde der 66 Jahre alte Ackermann wieder in die Euro-Krise eingreifen. Diesmal aber nur aus der zweiten Reihe. Als Präsident des Finanzverbandes Institute of International Finance war er noch der führende Vertreter auf Seiten der Banken, als über den Schuldenschnitt Griechenlands verhandelt wurde. Nun würde er Chefkontrolleur der Bank of Cyprus.

          Markus Frühauf

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Deren Probleme sowie die Schieflagen anderer Banken hatten den Inselstaat überfordert. Zypern benötigte ein 10 Milliarden Euro schweres Rettungspaket der Europartnerländer. Einlagen der Bank of Cyprus wurden im Vorjahr als Teil des Rettungspakets eingefroren, als Deutschland es nicht einsah, wohlhabende Russen mit Geldern auf zyprischen Bankkonten vor Verlusten zu bewahren.

          „Wir erstellten eine sehr kurze Kandidatenliste. Der prominenteste darauf war Josef Ackermann“, sagte Ross in einem Interview in New York. Ross steht einer Investorengruppe vor, die sich mit 360 Millionen Euro an der größten Bank Zyperns beteiligt hat. Für Ross ist Ackermann eine Schlüsselfigur bei der Sanierung der Bank. Etwa die Hälfte ihrer Kredite soll ausfallgefährdet sein. Zudem ist Zypern das einzige Land im Euroraum mit Kapitalverkehrskontrollen.

          Ackermann leitete bis Juni 2012 den Vorstand der Deutschen Bank. Danach war er Verwaltungsratspräsident des Schweizer Versicherungskonzerns Zurich. Von diesem Amt trat er im Sommer 2013 zurück. Grund war der Selbstmord des Finanzvorstands Pierre Wauthier. Dessen Familie hatte Ackermann vorgeworfen, hohen Druck ausgeübt zu haben.

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