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Berater und Aufseher : Ehemaliger CDU-Spitzenmann Merz geht zu Blackrock

  • Aktualisiert am

Friedrich Merz Bild: dpa

Friedrich Merz wird Aufsichtsratschef beim deutschen Ableger des weltgrößten Vermögensverwalters Blackrock. Er soll dort auch als Lobbyist für die Beziehungspflege zu Regulierern fungieren.

          Der weltgrößte Vermögensverwalter Blackrock holt sich Unterstützung von einem prominenten ehemaligen Politiker: Der frühere CDU/CSU-Fraktionsvorsitzende im Bundestag, Friedrich Merz, wird Aufsichtsratschef der deutschen Tochtergesellschaft des amerikanischen Investmentshauses, wie Blackrock am Donnerstag mitteilte.

          Damit bestätigen sich nun Gerüchte aus dem Januar, als schon einmal über einen solchen Wechsel spekuliert worden war. Der 60 Jahre alte Merz solle über die reine Aufsichtsfunktion hinaus „eine weiter gefasste Beraterrolle einnehmen, in der er die Beziehungen mit wesentlichen Kunden, Regulierern und Regulierungsbehörden in Deutschland für Blackrock fördern wird", erklärte das Unternehmen.

          Blackrock verwaltet nach eigenen Angaben 4,6 Milliarden Dollar. Seine Fonds sind an nahezu allen Unternehmen im deutschen Leitindex Dax beteiligt.

          Seit 2009 auf Kanzlei konzentriert

          Der Wirtschaftsexperte Merz war unter anderem vom Jahr 2000 bis 2002 Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Er hatte sich im Jahr 2009 aus der aktiven Politik zurückgezogen und sich auf seine Rolle als Rechtsanwalt bei der Kanzlei Mayer Brown konzentriert, wo er schon seit 2004 Senior Partner ist.

          Bei Mayer Brown fungiert er heute als Senior Counsel. Seit 2009 ist Merz auch Vorsitzender des Vereins Atlantik-Brücke, der sich die Pflege der wirtschaftlichen und politischen Beziehungen zwischen Deutschland und den Vereinigten Staaten auf die Fahnen geschrieben hat.

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