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Ehemaliger Post-Chef : Steuerbetrüger Zumwinkel belehrt Manager

  • Aktualisiert am

Klaus Zumwinkel ist wieder da Bild: Röth, Frank

Seit seiner Festnahme wegen Steuerbetrugs war es lange ruhig um den ehemaligen Post-Chef Zumwinkel. Jetzt hielt er auf einem Bergsteiger-Symposium einen Vortrag über „Leadership“ - zusammen mit Reinhold Messner.

          Mit einer spektakulären Festnahme in seinem Haus und einer anschließenden Verurteilung wegen Steuerbetrugs verabschiedete sich der ehemalige Post-Chef Klaus Zumwinkel 2008 von der Bildfläche. Jetzt ist er ins Licht der Öffentlichkeit zurückgekehrt.

          Wie die Neuer Zürcher Zeitung an diesem Dienstag berichtet, sprach Zumwinkel gemeinsam mit der Bergsteiger-Legende Reinhold Messner auf einem Bergsteiger-Symposium „International Mountain Summit“, das noch bis Mittwoch in Brixen/Südtirol stattfindet, über „Leadership im Alpinimus - Leadership in der Wirtschaft“.

          Der 70-Jährige lebt nach Informationen der NZZ abwechselnd in London und seinem Feriendomizil am Gardasee. Messner und Zumwinkel seien seit vielen Jahren Bergkameraden.

          „Der größte Fehler meines Lebens“

          Der ehemalige Postchef Zumwinkel war für die Hinterziehung von einer knappen Million Euro Steuern zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt worden. Staatsanwaltschaft und Polizei durchsuchen im Februar 2008 die Kölner Villa und das Büro des damaligen Vorstandsvorsitzenden der Post. Zumwinkel wurde damit zum prominenten Kopf der sogenannten „Liechtensteiner Steueraffäre”. Über Informanten war die Staatsanwaltschaft an Daten-CDs mit den Namen von Hunderten Verdächtigen gelangt.

          Im Interview mit der F.A.Z. sprach Zumwinkel anschließend über seine Steuerverfehlung und die Angemessenheit des Urteils. Vor dem Bochumer Landgericht hatte Zumwinkel gestanden und vom „größten Fehler meines Lebens“ gesprochen.

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