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Bevölkerungsentwicklung : Deutschland schrumpft dank Zuwanderern langsamer

  • Aktualisiert am

Menschen auf der Frankfurter Einkaufsstraße Zeil Bild: Frank Röth

Die Zahl der Deutschen wird langfristig sinken – allerdings nicht so schnell wie bislang angenommen: Die hohe Zuwanderung bremst den Schrumpfprozess.

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          Die Bevölkerung in Deutschland wird nach Einschätzung der Statistiker in den kommenden 45 Jahren langsamer schrumpfen als bislang erwartet. Im Jahr 2060 werde die Bevölkerungszahl etwa bei 67,6 bis 73,1 Millionen liegen, sagte der Präsident des Statistischen Bundesamtes, Roderich Egeler, am Dienstag vor Journalisten in Berlin.

          Bei der Vorausberechnung 2009 war das Statistikamt noch von 65 bis 70 Millionen ausgegangen. Vor allem die hohe Zuwanderung der vergangenen Jahre bremst den langfristigen Schrumpfprozess. Derzeit leben in Deutschland rund 81 Millionen Menschen. In den nächsten fünf bis sieben Jahren erwarten die Statistiker eine Bevölkerungszunahme, dann soll die Bevölkerungszahl aber abnehmen.

          In Deutschland werden in Zukunft zudem deutlich mehr alte Menschen leben. Im Jahr 2060 werden nach den Berechnungen der Statistiker 22 bis 23 Millionen Menschen 65 Jahre oder älter sein. Damit wird jeder dritte Bürger dieser Altersgruppe angehören, während es heute nur jeder Fünfte ist.

          Besonders stark wird dagegen die Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter schrumpfen. Die Zahl der 20- bis 64-Jährigen wird dem Bundesamt zufolge ab 2020 deutlich zurückgehen. Während im Jahr 2013 noch 49 Millionen Menschen in Deutschland zu dieser Altersgruppe gehörten, werden es im Jahr 2060 je nach Größe der Zuwanderung 34 oder 38 Millionen sein. Der Anteil der 20- bis 64-Jährigen an der Gesamtbevölkerung sinkt damit von 61 Prozent auf 51 oder 52 Prozent.

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