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Abfindung bei Rauswurf : Der Yahoo-Chefin winken 55 Millionen

Marissa Mayer Bild: dpa

Sollte Yahoo verkauft werden und die Führungsspitze abgelöst werden, könnte Marissa Mayer sich über eine hohe Abfindung freuen. Drei Millionen gäbe es in Bar, den Rest in Aktien.

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          Ein Verkauf des amerikanischen Internetkonzerns Yahoo könnte der Vorstandsvorsitzenden Marissa Mayer viel Geld bringen. Wie aus einer Mitteilung des Unternehmens an die Börsenaufsicht SEC hervorgeht, soll Mayer ein Abfindungspaket im Wert von 55 Millionen Dollar (umgerechnet 48 Millionen Euro) bekommen, wenn Yahoo verkauft wird und sie im Zuge dessen ihren Posten verliert.

          Roland Lindner

          Wirtschaftskorrespondent in New York.

          Von dem Gesamtpaket würden drei Millionen Dollar auf eine Barzahlung entfallen und der Rest zum größten Teil auf Aktien und Aktienoptionen. Auch für andere Manager könnte ein Verkauf lukrativ werden. Für Finanzvorstand Ken Goldman ist beispielsweise ein Abfindungspaket von 16 Millionen Dollar vorgesehen. Yahoo hat im Februar angekündigt, „strategische Alternativen“ zu überprüfen und sondiert mittlerweile Angebote von potentiellen Käufern.

          Mayer brachte einiges in Bewegung

          Zu den Favoriten im Rennen um Yahoo gehört der Telekommunikationskonzern Verizon, der im vergangenen Jahr schon das Internetunternehmen AOL gekauft hat. Der vormalige AOL-Chef Tim Armstrong führt das Geschäft auch unter dem Dach von Verizon, und es wird spekuliert, dass er nach einer Übernahme von Yahoo auch an der Spitze der kombinierten Unternehmen stehen könnte und es dann keinen Platz mehr für Mayer gäbe.

          Mayer ist vor knapp vier Jahren zu Yahoo gekommen. Sie hat es in dieser Zeit nicht geschafft, den gestrauchelten Internetpionier wieder zu früherer Relevanz zurückzuführen. Yahoo hat weiter an Boden gegenüber Unternehmen wie Facebook und Google verloren und hat gerade erst einen deutlichen Umsatzrückgang im ersten Quartal hinnehmen müssen. Gleichwohl wird Mayer für ihre Dienste glänzend bezahlt. Ihr Gehaltspaket hatte im vergangenen Jahr einen Wert von 36 Millionen Dollar. Sie kam in turbulenten Zeiten im Sommer 2012 an die Spitze von Yahoo. Ihr Ziel war, den Konzern wieder auf Augenhöhe mit dem großen Konkurrenten Google zu bringen.

          Die mit einem gehörigen Talent zur Selbstdarstellung ausgestattete Mayer brachte einiges in Bewegung. Doch ihr Ziel erreichte sie nicht. Zwar stieg nach den tiefgreifenden Umstrukturierungen während ihrer Amtszeit der Kurs der Aktie von rund 15 auf nun mehr als 30 Dollar. Doch mit einem Marktwert von kaum 35 Milliarden ist Yahoo nicht mal ein Zehntel von dem wert, was Google auf die Börsenwaage bringt. Der Konkurrent kommt auf einen Börsenwert von 480 Milliarden Dollar.

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