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Davos : Verwirrung über Ackermann im Weltwirtschaftsforum

  • -Aktualisiert am

Josef Ackermann Bild: REUTERS

Der frühere Deutsche-Bank-Chef hat sich in Davos immer gerne präsentiert. Doch nun wird er seinen Posten im Sitzungsrat des Weltwirtschaftsforums womöglich verlieren.

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          Nach dem Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos Ende Januar kommt es möglicherweise zu einem prominenten Abgang. Der Stiftungsrat unter Leitung von WEF-Gründer Klaus Schwab werde wohl das Mandat von Josef Ackermann auf seiner Sitzung während des Forums nicht verlängern, sagte am Donnerstag ein Sprecher am Sitz der Organisation in Genf auf Anfrage. Am Abend hieß es dann in einer Mitteilung, der Stiftungsrat werde „im Verlauf des Jahres 2014“ entscheiden, ob er ein vorliegendes Rücktrittsangebot des früheren Deutsche-Bank-Chefs annehmen wird oder nicht.

          Von Bedeutung ist, dass Ackermann keine Führungsfunktion mehr innehat, wie die Satzung verlangt. Er war im Sommer vergangenen Jahres im Zusammenhang mit dem Selbstmord von Finanzvorstand Pierre Wauthier als Verwaltungsratspräsident des Versicherungskonzerns Zurich Insurance Group zurückgetreten. Wauthier hatte in einem Abschiedsbrief heftige Vorwürfe gegen Ackermann und dessen Führungsstil erhoben, die eine nachfolgende Untersuchung allerdings nicht erhärtete.

          Zurich Insurance ist Mitglied im Weltwirtschaftsforum, dem nach dessen Definition die 1000 wichtigsten Unternehmen der Welt angehören. Der Stiftungsrat fungiert als Aufsichtsorgan. Das Gremium ist hochkarätig besetzt. IWF-Chefin Christine Lagarde gehört ebenso dazu wie OECD-Generalsekretär Angel Gurria, Nestlé-Verwaltungsratspräsident Peter Brabeck und Renault-Nissan-Lenker Carlos Ghosn.

          Der 65 Jahre alte Ackermann ist seit zehn Jahren im Stiftungsrat des WEF, welches das jährliche Treffen in Davos ausrichtet, und zur Zeit Vizepräsident. Diese Verdienste würden bei der Entscheidung über Annahme oder Ablehnung des Rücktrittsangebots eine bedeutende Rolle spielen, schreibt das Forum. Der Schweizer Ackermann war verschiedentlich schon als Nachfolger des bald 76 Jahre alten Schwab genannt worden.

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