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Danièle Nouy : Europas neue Bankenbändigerin

  • -Aktualisiert am

Danièle Nouy ist als neue Bankenaufseherin im Gespräch Bild: Pascal SITTLER/REA/laif

Wer überwacht die europäischen Großbanken? Noch ist das offiziell ungeklärt. Gute Chancen hat aber eine Französin: Danièle Nouy.

          Wer überwacht die europäischen Großbanken? Wer darf Deutscher Bank, Unicredit und Santander bald sagen, wo es langgeht? Noch ist das offiziell ungeklärt. Der Posten des obersten Bankenaufsehers innerhalb der Europäischen Zentralbank, die von Herbst 2014 an die Großbanken überwacht, ist noch zu haben. Die Bewerbungsfrist endet am kommenden Montag. Danach entscheidet EZB-Präsident Mario Draghi samt seines EZB-Rats, welche Kandidaten er dem Europäischen Parlament in einer Shortlist präsentieren will.

          Das Ganze ist ein ziemliches Theater. Denn inoffiziell gilt als ziemlich sicher, dass eine bislang noch recht unbekannte Französin sowieso das Rennen machen wird: Danièle Nouy. Sie ist die Chefin der französischen Bankenaufsicht, seit 1974 bei der französischen Notenbank, schon ihr Vater arbeitete dort. Dass es eine Französin werden solle, gab Jean-Claude Juncker schon Anfang des Jahres bekannt. Kein Wunder, dass jüngst das Gerücht die Runde machte, es sei in der EZB für den Posten des obersten Bankenwächters nur eine einzige Bewerbung eingegangen: die von Danièle Nouy eben.

          Das stimmt allerdings nicht. Aus der EZB ist zu hören, dass mehrere Bewerbungen vorliegen. Und das, obgleich auf die Siegerin ein gehöriges Chaos wartet. Denn die EZB muss nun im Schnellstverfahren mehr als 1000 neue Mitarbeiter einstellen. Bis Ende des ersten Quartals 2014 sollen es sogar schon 400 sein. Das klingt nach der Herausforderung, die Sie immer schon gesucht haben? Bis Montag  können Sie sich noch bewerben – bitte an folgende Adresse: Europäische Zentralbank, Büro des Präsidenten, Kaiserstr. 29, 60311 Frankfurt.

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