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Capgemini-Bericht : Millionäre werden immer reicher

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Die Reichen werden dank der Entwicklung an den Aktienmärkten immer reicher. Bild: Fricke, Helmut

Die Weltwirtschaft wächst derzeit nur noch langsam. Doch das interessiert die Reichen wenig. Dank der Rekordjagd an den Börsen steigt ihr Vermögen weiter kräftig.

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          Die Rekordjagd an den Börsen lässt das Vermögen der Reichen und Superreichen weiter kräftig steigen. In Deutschland hat die Zahl der Millionäre im vergangenen Jahr stark um 11,4 Prozent auf nun 1,13 Millionen zugelegt. Sie profitierten dabei vor allem von stark gestiegenen Aktienkursen und den hohen Wertzuwächsen bei nicht selbstgenutzten Immobilien, wie die Beratungsgesellschaft Capgemini und die Royal Bank of Canada am Mittwoch in ihrem Weltwohlstandsbericht mitteilten. Über 40 Prozent ihres Vermögens legten deutsche Millionäre der Befragung zufolge außerhalb Europas an.

          Die Vermögenden koppeln sich zunehmend von der Entwicklung der Weltwirtschaft ab. Ungeachtet des auf 2,2 Prozent gesunkenen globalen Wirtschaftswachstums und der Minizins-Politik der Notenbanken konnten die Dollarmillionäre 2013 ihre Vermögen weiter mehren. Dem Bericht zufolge stieg die Zahl der Menschen mit einem Anlagevermögen von mehr als einer Million Dollar (derzeit 737.000 Euro) im vergangenen Jahr weltweit um 14,7 Prozent auf 13,7 Millionen. Das von ihnen gehaltene Kapital wuchs um 14 Prozent auf 52,6 Billionen Dollar.

          Mehr Reiche als in Deutschland gab es 2013 nur in Japan und in Nordamerika, wo etwa jeder vierte Millionär lebt. Noch in diesem Jahr werde allerdings die Asien-Pazifik-Region in dieser Zählung an den ersten Platz vorbeiziehen, sagte Capgemini-Experte Klaus-Georg Meyer.

          Die Berater erwarten auch in den kommenden Jahren eine starke Wertentwicklung für die Vermögen ihrer reichen Kunden: Mit einem jährlichen Zuwachs von 6,9 Prozent werden die Dollarmillionäre der Prognose zufolge im Jahr 2016 Vermögen im Wert von rund 64,3 Billionen Dollar besitzen. Mit einer Steigerung von 7,1 Prozent liegt Europa vor Nordamerika, aber auch deutlich hinter Asien. Dort wird ein jährliches Vermögensplus von 9,8 Prozent erwartet.

          In den Anlagevermögen sind selbst genutzte Immobilien und hochwertige Vermögensgegenstände wie zum Beispiel Autos oder Yachten nicht enthalten. Eine Billion sind tausend Milliarden oder eine 1 mit 12 Nullen dran. Die gesamten deutschen Staatsschulden betragen rund 2 Billionen Euro.

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