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Bonner Institut : Zimmermann muss IZA verlassen

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Klaus Zimmermann Bild: Kai Nedden

Das Institut zur Zukunft der Arbeit (IZA) wird umgebaut. Nach F.A.Z.-Informationen muss der bisherige Direktor Klaus Zimmermann gehen. Das Institut wird aufgespalten.

          Beim Bonner Institut zur Zukunft der Arbeit (IZA) steht ein tiefgreifender Umbau bevor. Der bisherige Direktor Klaus Zimmermann muss zum März 2016 seinen Hut nehmen und das Institut wird aufgespaltet. Dies erfuhr die Frankfurter Allgemeine Zeitung aus Institutskreisen. Hintergrund der Entscheidung könnte eine Evaluation der Leistungen des Instituts unter Zimmermann sein, mit dem die Post-Stiftung, die das IZA größtenteils finanziert, unzufrieden gewesen sein soll. Chef der Post-Stiftung ist der frühere Post-Vorstandsvorsitzende Klaus Zumwinkel. Aus dem IZA war am Dienstagabend keine Stellungnahme zu erhalten.

          In einer vorbereiteten Erklärung, die der F.A.Z. vorliegt, lobte Zumwinkel hingegen, Zimmermann sei für den Erfolg des IZA in den vergangenen 17 Jahren verantwortlich. Um die Erfolgsgeschichte fortzuführen, solle das Institut nun umstrukturiert werden. Die Post-Stiftung werde ein weiteres Institut schaffen mit dem Namen Behavior and Inequality Research Institute. Dieses soll der bekannte Bonner Professor Armin Falk leiten. Der 47-Jährige gilt als einer der innovativsten Forscher im Bereich der Verhaltensökonomie.

          Das Rest-IZA soll fortan Hilmar Schneider leiten. Der 58 Jahre alte Ökonom war früher Leiter des Bereichs Arbeitsmarktforschung, bevor er das IZA vor zwei Jahren in Richtung des Luxemburger LISER-Forschungsinstituts verließ. Das IZA sitzt in einer kleinen Villa am Rheinufer in Bonn. Arbeitsmarktforscher Zimmermann hat für das IZA ein weltweites Netzwerk von 1500 Forschern aus 50 Ländern aufgebaut, die ihm als „Fellows“ angegliedert sind.

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