https://www.faz.net/-gqe-7lzjm

Bisheriger Fed-Chef : Ben Bernanke geht in die Forschung 

  • Aktualisiert am

Ben Bernanke an seinem letzten Arbeitstag in der Fed Bild: AFP

Ben Bernanke hatte nach acht Jahren an der Fed-Spitze am vergangenen Freitag seinen letzten Arbeitstag bei der amerikanischen Notenbank. Künftig soll er für ein Washingtoner Forschungsinstitut arbeiten.

          1 Min.

          Nach acht turbulenten Jahren an der Spitze der amerikanischen Notenbank lässt es Ben Bernanke ruhiger angehen: Der Geldpolitiker wechselt zu dem Wirtschafts- und Politik-Institut Brookings in Washington. Er widmet sich dort als „Distinguished Fellow“ künftig wissenschaftlichen Studien, wie sein neuer Arbeitgeber am Montag mitteilte.

          Das 1916 gegründete Institut ist fast so alt wie die Federal Reserve, die voriges Jahr ihren hundertsten Geburtstag feierte. „Willkommen an Bord“, heißt es im Begrüßungstext an die Adresse Bernankes. Der einst mächtigste Notenbanker der Welt könne sich nun auf weniger hektische Zeiten einstellen: „Er muss nicht jeden Tag nach dem Aufstehen auf seinen Computer schauen, was an den asiatischen Märkten läuft“, heißt es darin. Stattdessen habe Bernanke künftig viel Zeit, das Geschehene zu analysieren.

          Bernanke gab bei einer seiner letzten großen Auftritte im Amt Mitte Januar auf einer Veranstaltung der Brookings Institution bekannt, dass ihm die Finanzkrise „mehr als eine schlaflose Nacht“ beschert habe. Zugleich hatte er bei dieser Gelegenheit mit seinen Kritikern abgerechnet, die seine unkonventionelle Geldpolitik wegen potenzieller Gefahren für die Preisentwicklung geißelten. Die Staatsanleihenkäufe zum Ankurbeln der Wirtschaft - im Fachjargon Quantitative Easing genannt - seien erfolgreich gewesen. „Das Problem mit der Quantitativen Lockerung ist nur, dass sie in der Praxis funktioniert, nicht aber in der Theorie.“ Den Beweis dafür muss seine Nachfolgerin Janet Yellen antreten, die am Montag ihren Amtseid ablegte.

          Weitere Themen

          Post soll Paketpreise senken

          F.A.Z. exklusiv : Post soll Paketpreise senken

          Kunden der Deutschen Post müssen seit einiger Zeit deutlich tiefer in die Tasche greifen. Jetzt hat die Bundesnetzagentur ein Verfahren eingeleitet – sie pocht auf eine Rücknahme der Preiserhöhungen.

          „Widerspruchslösung klingt für mich besser“ Video-Seite öffnen

          Streitfall Organspendeausweis : „Widerspruchslösung klingt für mich besser“

          Wer künftig Organspender sein will, muss dem ausdrücklich zustimmen. Für die so genannte „Entscheidungslösung“ sprach sich im Bundestag eine breite Mehrheit aus. Damit ist die „Widerspruchslösung“ vom Tisch, nach der jeder ab 16 Jahren ein potentieller Spender gewesen wäre, bis er dem ausdrücklich widersprochen hätte. Was halten die Bürger von dieser Entscheidung?

          Musik-Stars fordern neues Streaming-Modell

          Nutzerbasierte Abrechnung : Musik-Stars fordern neues Streaming-Modell

          Die Abogebühr eines Nutzers soll nur noch unter den Künstlern verteilt werden, die er gehört hat, so das Ziel der Initiative. Dabei gehe es auch um „kulturelle Vielfalt“. Welche Chancen hat diese Forderung?

          Topmeldungen

          Trumps Nahost-Friedensplan : Ein Konflikt mit vielen Dimensionen

          Gleich will der amerikanische Präsident Trump seinen Friedensplan für den Nahen Osten vorstellen. Es geht um den Kern des jahrzehntelangen Konflikts, den Streit um Land, Grenzen und israelische Siedlungen. Was Sie jetzt wissen sollten.
          Verwüstet: Das ehemalige Amt für Nationale Sicherheit der DDR im Stadtteil Lichtenberg am 15. Januar 1990

          Kartenspiel zur DDR-Geschichte : „Am Ende verliert die Stasi immer“

          Vor dem Ende der DDR versuchten Stasi-Mitarbeiter, massenhaft Akten zu vernichten. Das ist auch das Ziel eines neuen Spiels: Dokumente verschwinden lassen. Was Spieler dabei über die deutsche Geschichte lernen, erklärt einer der Entwickler im Interview.
          Ein DHL-Paketbote auf Tour

          F.A.Z. exklusiv : Post soll Paketpreise senken

          Kunden der Deutschen Post müssen seit einiger Zeit deutlich tiefer in die Tasche greifen. Jetzt hat die Bundesnetzagentur ein Verfahren eingeleitet – sie pocht auf eine Rücknahme der Preiserhöhungen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.