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Bernie Ecclestone : Bestechungs-Anklage an den Formel 1-Chef zugestellt

  • Aktualisiert am

Bernie Ecclestone Bild: dpa

Hat Formel-1-Chef Bernie Ecclestone den BayernLB-Vorstand Gerhard Gribkowsky bestochen? Das muss ein Gericht klären. Im Mai hat die Staatsanwaltschaft Anklage erhoben - jetzt ist die Anklage zugestellt.

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          Die Münchner Staatsanwaltschaft hat Formel-1-Chef Bernie Ecclestone wegen Bestechung des ehemaligen BayernLB-Vorstandes Gerhard Gribkowsky angeklagt. Die Anklage sei Ecclestone zugestellt worden, sagte Gerichtssprecherin Margarete Nötzel am Mittwoch der Nachrichtenagentur dpa in München.

          Im Mai bereits hatte die Staatsanwaltschaft Ecclestone angeklagt, wie die F.A.Z. berichtet hatte. Doch zugestellt ist die Anklage erst jetzt, weil sie ins Englische übersetzt wurde. Erst danach hat die Justiz die Anklage jetzt öffentlich bestätigt. Damit ist sie noch nicht zugelassen; jetzt können die Verteidiger Stellung nehmen, bevor das Gericht entscheidet, ob es die Anklage überhaupt zulässt.

          Ecclestone wird vorgeworfen, dem früheren BayernLB-Vorstand Gribkowsky rund 44 Millionen Dollar Schmiergeld gezahlt zu haben. Gribkowsky war deshalb interessant für Ecclestone, weil er die Beteiligung der Bayern LB an der Formel 1 verkaufen wollte. Ecclestone hatte einen bevorzugten Käufer - das war die Überzeugung der Richter am Münchener Landgericht im vergangenen Jahr. Damals wurde Gribkowsky zu achteinhalb Jahren Haft verurteilt. Gribkowsky hat zugegeben, 44 Millionen Dollar Bestechungsgeld angenommen und nicht versteuert zu haben. Seit 2011 ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen des Vorwurfs auch gegen den 82-jährigen Ecclestone.

          Ecclestone hat nun eingeräumt, dass seine Anwälte die Anklage der Münchner Staatsanwaltschaft akzeptiert haben. „Das bedeutet, dass sie auf die Anklage antworten müssen, was sie energisch tun“, sagte er. Ecclestone versicherte, er habe „nichts Illegales“ getan.

          Ecclestone hat die Vorwürfe stets bestritten und die Millionenzahlung an Gribkowsky als eine Art Schweigegeld dargestellt, damit dieser ihn nicht bei den britischen Steuerbehörden anschwärzt.

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