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Zeitarbeit in der Corona-Krise : Trendwende in der Zeitarbeit

Aktuelle Daten zum Arbeitsmarkt in der Corona-Krise rücken die Zeitarbeit in ein günstiges Licht. In der Zeitarbeit finden Arbeitslose einen neuen Einstieg. Bild: dpa

Der Fachkräftemangel und härtere Gesetze haben die Branche gebremst – doch in der Krise ermöglicht sie Arbeitslosen einen neuen Einstieg. Das zeigt eine Analyse des Bundesarbeitgeberverbandes der Personaldienstleister (BAP).

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          Berlin. Zeitarbeit hat politisch einen schlechten Ruf. Auch nach einer Serie von Gesetzesverschärfungen planen Grüne und SPD noch einmal strengere Vorgaben – unter dem Titel „Wir kämpfen für gute Arbeit“ kündigen etwa die Grünen an, diese Beschäftigungsform „eindämmen“ zu wollen. Aktuelle Daten zum Arbeitsmarkt in der Corona-Krise rücken die Zeitarbeit nun aber in ein günstiges Licht: Während die Langzeitarbeitslosigkeit insgesamt wegen mangelnder Stellenangebote steigt, finden zumindest in einem Bereich gerade immer mehr Arbeitslose einen neuen Einstieg – in der Zeitarbeit.

          Dietrich Creutzburg
          Wirtschaftskorrespondent in Berlin.

          Einen näheren Überblick liefert eine Analyse des Bundesarbeitgeberverbandes der Personaldienstleister (BAP), die sich auf amtliche Daten der Bundesagentur für Arbeit stützt. Demnach haben im Dezember vergangenen Jahres 26 747 Arbeitslose eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung als Zeitarbeiter aufgenommen. Das waren 36 Prozent oder 7000 mehr als im Dezember 2019, also kurz vor der Pandemie. Offenbar kam in der ökonomisch sehr schwierigen Corona-Zeit der Beschäftigungsmotor Zeitarbeit in Schwung.

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