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Sommer- und Winterzeit : Industrie will keinen Flickenteppich der Zeitzonen

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Ein Flickenteppich bei der Uhrzeit soll vermieden werden. Bild: dpa

Das Europaparlament stimmt an diesem Dienstag über das Ende der Zeitumstellung ab. Das könnte auf unterschiedliche Regeln in den einzelnen EU-Staaten hinauslaufen.

          Vor der Abstimmung im Europaparlament über eine Abschaffung der Zeitumstellung erinnert der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) an mögliche Risiken. BDI-Hauptgeschäftsführer Joachim Lang sagte den Zeitungen der Funke Mediengruppe, das Vorhaben berge „erhebliche Risiken für die vernetzten wirtschaftlichen Abläufe auf unserem Kontinent“.

          Europa müsse einen „Flickenteppich der Zeitzonen“ vermeiden, mahnte Lang. Für die Wirtschaft seien reibungslose Logistikabläufe von zentraler Bedeutung. Unterschiedliche und womöglich wechselnde Zeitzonen würden die Komplexität von Planungen erhöhen. „Unsere Unternehmen benötigen Planungssicherheit und EU-weit einheitliche Regelungen.“

          Letzte einheitliche Zeitumstellung 2021?

          Das Europaparlament stimmt an diesem Dienstag über eine Abschaffung der umstrittenen Zeitumstellung ab. Dem Plenum liegt ein Vorschlag des Verkehrsausschusses vor, im März 2021 zum letzten Mal an den Uhren zu drehen. Damit soll den EU-Staaten genügend Zeit gegeben werden sich abzustimmen, um zu verhindern, dass in der EU ein Nebeneinander von verschiedenen Zeitzonen entsteht. Die EU-Kommission wollte die Zeitumstellung ursprünglich noch in diesem Jahr enden lassen.

          Eine Mehrheit für die Abschaffung des halbjährlichen Wechsels von Sommer- und gilt nach Informationen der Funke-Zeitungen als sicher. Auch der EU-Ministerrat, der sich mit dem Parlament in den nächsten Monaten abstimmen muss, habe das Jahr 2021 für den Ausstieg aus der Zeitumstellung bereits ins Auge gefasst.

          Der CDU-Gesundheitsexperte im EU-Parlament, Peter Liese, appellierte an die Abgeordneten, den Plänen zuzustimmen. „Die jetzige Situation muss unbedingt beendet werden“, sagte er den Funke-Zeitungen. „Europa schreibt allen Mitgliedstaaten etwas vor, dass die Mehrheit der Menschen nach repräsentativen Umfragen nicht will.“ Es gebe ernst zu nehmende Hinweise, dass die Zeitumstellung auch medizinisch von Nachteil sei.

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