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Yasmin Fahimi : DGB-Chefin will einen Rechtsanspruch auf Homeoffice

  • Aktualisiert am

Die bisherige SPD-Politikerin Yasmin Fahimi ist seit Anfang Mai DGB-Vorsitzende. Bild: Fabian Sommer/dpa

Deutschlands oberste Gewerkschafterin ist dafür, dass Beschäftigte grundsätzlich von Zuhause arbeiten können, wenn sie es wollen. Sie sollten nach Ende der Corona-Maßnahmen nicht „zurück in den Betrieb gezwungen werden“.

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          Die neue Chefin des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), Yasmin Fahimi, hat einen dauerhaften Rechtsanspruch auf Homeoffice gefordert. „Ob wir im Herbst wieder eine Homeoffice-Pflicht brauchen, lässt sich derzeit schwer beurteilen. Aber die Etablierung eines Homeoffice-Anspruchs – unabhängig von der Pandemie – wäre sinnvoll“, sagte Fahimi den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

          Viele Betriebe hätten in der Pandemie sehr gute Erfahrungen mit dem Arbeiten von Zuhause gemacht, betonte Fahimi. Künftig solle Homeoffice in gegenseitiger Abstimmung stattfinden. Für manche Beschäftigte sei zu viel Homeoffice eine Belastung, andere möchten gerne mehr von zuhause arbeiten. „Sie sollen nicht zurück in den Betrieb gezwungen werden“, forderte sie. „Da muss es eine gute Balance geben.“

          Die Gewerkschaftschefin äußerte sich beunruhigt über den Fortgang der Pandemie. „Mit Blick auf den Herbst machen wir uns Sorgen, keine Frage“, sagte sie. „Dass die Bundesregierung die Corona-Arbeitsschutzverordnung jetzt so einfach auslaufen lässt, finde ich kurzsichtig. Ich weiß nicht, wie wir mit einem weiteren Lockdown umgehen sollten.“ Sie rief die Beschäftigten auf, sich weiterhin an die Hygienemaßnahmen zu halten und sich zu impfen.

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