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Wahl in Thüringen : Abstand nach links

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Blühende Landschaften? Gibt’s auch in Thüringen – wie hier auf dem Sonnenstein im Eichsfeld. Bild: dpa

Vor fünf Jahren wurde Bodo Ramelow der erste linke Ministerpräsident eines deutschen Bundeslandes. Allen Befürchtungen zum Trotz – wirtschaftlich geschadet hat das Thüringen nicht. Doch es gibt noch Baustellen.

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          „Thüringen ist eines von den schwierigen Bundesländern, denn es kennt ja keiner außerhalb von Thüringen.“ Mit dieser Zeile hat sich der Liedermacher Rainald Grebe zwischen Gera und Eisenach zwar keine Freunde gemacht. Doch seine bissige Landeshymne bringt ein Problem dieses Bundeslandes auf den Punkt: Viele Menschen können mit Thüringen nur wenig anfangen. Wenn der Name Sachsen fällt, kommen einem sogleich blühende Städte wie Leipzig und Dresden in den Sinn, mit Mecklenburg-Vorpommern verbindet man die Seenplatte und die Ostsee. Thüringen dagegen spielt in der öffentlichen Aufmerksamkeit allenfalls eine Nebenrolle.

          Vor fünf Jahren änderte sich das schlagartig, als Bodo Ramelow zum Ministerpräsidenten gewählt wurde. Zum ersten Mal in der Geschichte Deutschlands führt seitdem ein Vertreter der Linkspartei die Geschicke eines Bundeslandes. Zur Erinnerung für alle Jüngeren: Die Linke ist die Nachfolgepartei der SED, die in der DDR mit Gewalt den Sozialismus durchzusetzen versuchte. Nicht nur in der CDU, die zuvor seit der Wiedervereinigung stets den Ministerpräsidenten gestellt hatte, war das Entsetzen groß. Auch der Wirtschaft schwante Schlimmes angesichts von Rot-Rot-Grün.

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