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Atomkraftwerke statt Huawei : Wie sich China und Amerika in Osteuropa einkaufen wollen

Soll modernisiert werden: das Kernkraftwerk in Cernavoda, Rumänien (Archivbild) Bild: Reuters

Amerika und China wollen ihren Einfluss in der EU ausweiten. Beide wetteifern mit Krediten und Investitionen um die Gunst der Regierungen, auch in Osteuropa.

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          Botschafter Adrian Zuckerman bedauerte, nicht persönlich anwesend sein zu können auf der Tagung des Aspen Instituts in Bukarest. Doch habe er in Washington „ein paar Dinge“ zu Ende zu bringen, richtete er dem Publikum per Videostream aus. Als da waren: ein zweiseitiger Vertrag zum Ausbau der Verteidigungskooperation und ein Abkommen zum Neubau zweier Atomkraftwerke in Rumänien. „Dieses 8-Milliarden-Dollar-Vorhaben wird ein Musterbeispiel sein für weitere rumänisch-amerikanische Wirtschafts- und Energieprojekte“, sagte Zuckerman.

          Andreas Mihm
          Wirtschaftskorrespondent für Österreich, Ostmittel-, Südosteuropa und die Türkei mit Sitz in Wien.

          Zur Investition, an der rumänische, französische und kanadische Unternehmen beteiligt würden, gehört auch die Modernisierung eines der beiden Blöcke des Kernkraftwerks in Cernavoda. Das ist 200 Kilometer östlich von Bukarest an der Donau, Richtung Schwarzes Meer. „Das Finanzpaket ist das größte, das Rumänien je erhalten hat“, behauptete Zuckerman. Es sei ein Ausweis des Vertrauens. Rumäniens Wirtschaftsminister Virgil Popescu ergänzte später, damit erreiche man das strategische Ziel, Partner aus Nato-Staaten für den Bau der Reaktoren 3 und 4 zu finden.

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