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Corona-Blessuren am Bau : Mit einem blauen Auge davongekommen

  • -Aktualisiert am

Bauarbeiten in Frankfurt: Anders als in Österreich oder Italien wurden in Deutschland krisenbedingt keine Baustellen stillgelegt. Bild: Wolfgang Eilmes

Nach einem soliden Jahresauftakt bekommt nun auch das Baugewerbe die Pandemie zu spüren. Doch insgeheim ist es großer Profiteur des Konjunkturpakets.

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          Die Bauwirtschaft ist bisher glimpflich durch die Corona-Krise gekommen. Anders als in Österreich oder Italien wurden in Deutschland krisenbedingt keine Baustellen stillgelegt. Auf den meisten herrschte trotz verschärfter Abstandsregeln durchgehend Betrieb, wenn auch gedrosselt. Dass 100.000 von osteuropäischen Subunternehmern entsandte Mitarbeiter nicht einreisen durften, hat das Geschäft zwischenzeitlich gebremst, mehr aber auch nicht. Das Gros der Unternehmen und die 870.000 Beschäftigten im „Bauhauptgewerbe“ arbeiteten auch in der Krise einfach weiter. Skandale wie in der Fleischindustrie sind bislang ausgeblieben.

          Die Bauwirtschaft hat das Vertrauen, das die Politik in sie setzte, zurückgezahlt. Die Unternehmen haben weiter Geld verdient, ihre Leute in Brot und Arbeit gehalten und so das gesellschaftliche Leben stabilisiert. In Deutschland hängen immerhin 3,3 Millionen Menschen in 370.000 Unternehmen vom Bauen ab – zu den Hoch- und Tiefbaufirmen kommen unzählige Ausbaugewerke, Installateure und Dienstleister. Nur die wenigsten hätten ihre Arbeit von zu Hause aus erledigen können.

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