https://www.faz.net/-gqe-a43iv

Heils Reformplan : Wer für das Homeoffice zahlt

Schreibtisch in der Küche Bild: Jens Gyarmaty

Die Heimarbeit schafft für die Beschäftigten mehr als nur Flexibilität. Aber es können auch neue Kosten entstehen. In Hubertus Heils neuem Vorschlag ist nicht ganz klar, wer diese tragen soll: Arbeitnehmer oder Arbeitgeber.

          2 Min.

          Wie ein Sturm hat die Corona-Pandemie die Arbeitsabläufe in den Unternehmen durcheinandergewirbelt. In ganz Deutschland arbeiteten Beschäftigte von zu Hause aus und belegten, dass das „Mobile Arbeiten“ möglich ist. Aktuell werten vielerorts Personalabteilungen die Erkenntnisse aus. Die Arbeitgeber fragen sich, was dies für die künftige Organisation ihrer Unternehmen bedeutet. Und auch für Mitarbeiter drängen sich Fragen auf, insbesondere, welche Kosten ihr Arbeitgeber übernimmt, wie sie abgesichert sind oder für welche Schäden sie haften.

          Marcus Jung

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Nach einem Faktenpapier des Arbeitsministeriums zum „Gesetz zur mobilen Arbeit“, das der F.A.Z. vorliegt, plant Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) offenbar, dass künftig im Büro, bei der mobilen Arbeit und im Homeoffice die gleichen Regeln des Arbeitsschutzes gelten. „Dafür trägt der Arbeitgeber die Verantwortung“, heißt es in dem Papier. Bisher gibt es eine klare Trennlinie zwischen den schon vor Corona eingerichteten Heim- und Telearbeitsplätzen und dem im Frühjahr unter eiligsten Umständen freigeräumten Küchentisch.

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          F.A.Z. PLUS:

            Sonntagszeitung plus

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen in der Kleinstadt Wohlen im Kanton Aargau am 20. Februar 2021

          SVP gegen Corona-Regeln : Die Schweiz, eine Diktatur?

          Die SVP gehört der Schweizer Regierung an. Das hindert die Führung der größten Partei des Landes nicht daran, es wegen der Corona-Politik als Diktatur zu bezeichnen.
          Kevin Kühnert spricht beim SPD-Bundesparteitag.

          Debatte um Thierse-Gastbeitrag : Worauf will die SPD verzichten?

          Wolfgang Thierses Beitrag in der F.A.Z. ist für Saskia Esken und Kevin Kühnert ein Grund, sich zu schämen. Das ist also das vorwärtsgewandte Bild der SPD, das die beiden offenbaren wollten?