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Weltverschwörung in Turin : Die Bilderberger

Der Gründungsort: Das „Hotel De Bilderberg“ in Oosterbeek in den Niederlanden Bild: Archiv

Mehr Verschwörung geht nicht: Die Bilderberger sind ein geheimer Club, der die Welt regiert, heißt es. Am Donnerstag trifft er sich in Turin. Müssen wir uns fürchten?

          7 Min.

          Der Argwohn gegen die Eliten in Politik und Wirtschaft ist groß, jederzeit und überall. Nichts aber weckt mehr Groll und regt gleichzeitig mehr die Phantasie an als die sogenannten „Bilderberger“, Kürzel für einen Geheimclub, der angeblich die „Weltherrschaft der Superelite“ organisiert. Die „mächtigste Verschwörung auf dem Planeten“, wie es heißt. Eine „Konsensschmiede der Mächtigen außerhalb der demokratischen Strukturen“. Oder volkstümlicher: „Egal, wer die Regierung bildet, solange es ein Bilderberger ist, geht es mit der Abschaffung der Demokratie stetig weiter.“

          Georg Meck

          Verantwortlicher Redakteur für Wirtschaft und „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Bettina Weiguny

          Freie Autorin in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          So und noch böser tönt es aus den einschlägigen Internetforen; im Moment besonders wütend, da die vermeintlichen Bilderberg-Verschwörer aufbrechen nach Turin, wo sie sich von Donnerstag an für vier Tage treffen. Google-Oberaufseher Eric Schmidt fliegt dazu ein, Silicon-Valley-Finanzier Peter Thiel, Superreiche wie Jacob Wallenberg aus Schweden sowie diverse Spitzenmanager, vorzugsweise aus Europa und Amerika.

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