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2,2 Billionen Euro : Deutsche Staatsschulden auf Rekordniveau

  • Aktualisiert am

Der deutsche Staat ist so hoch verschuldet wie noch nie. Bild: dpa

Die Corona-Krise hat die deutsche Staatsverschuldung in die Höhe schnellen lassen. Den höchsten absoluten Zuwachs gab es auf Bundesländerebene in Nordrhein-Westfalen.

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          Die öffentlichen Schulden in Deutschland sind wegen der enormen Corona-Kosten auf Rekordniveau gestiegen. Bund, Länder, Gemeinden und Sozialversicherung einschließlich aller Extrahaushalte standen Ende September mit 2195,1 Milliarden Euro in der Kreide, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte. Das sind 15,6 Prozent oder 296,4 Milliarden Euro mehr als Ende 2019.

          „Der Anstieg ist im Wesentlichen in der Aufnahme finanzieller Mittel für Maßnahmen zur Bewältigung der Corona-Krise begründet“, erklärten die Statistiker. Seit Ende 2012 waren die Verbindlichkeiten jedes Jahr gesunken, ehe in diesem Frühjahr wegen Corona wieder ein erster Anstieg verzeichnet wurde.

          Mit Ausnahme der Sozialversicherung waren Ende September alle Ebenen stärker verschuldet als zum Jahresende 2019. Am stärksten erhöhte sich in diesem Zeitraum die Verschuldung des Bundes: Sie nahm um 20,3 Prozent oder 241,5 Milliarden Euro auf 1430,1 Milliarden Euro zu. „Besonders stark stiegen dabei die Wertpapierschulden, und zwar um 207,4 Milliarden Euro“, hieß es.

          Die Länder waren mit 631,1 Milliarden Euro verschuldet, dies entspricht einem Anstieg um 9,1 Prozent beziehungsweise 52,4 Milliarden Euro. „Die Verschuldung ist in allen Ländern angestiegen“, so das Statistikamt. Prozentual nahm sie in Sachsen am stärksten zu, wo sich der Schuldenstand ausgehend von einem niedrigen Niveau auf das 2,7-Fache erhöhte, gefolgt von Bayern (+26,5 Prozent) und Bremen (+20,8).

          Die Länder mit den höchsten absoluten Zuwächsen waren Nordrhein-Westfalen (+16,4 Milliarden Euro), Bremen (+6,3 Milliarden Euro) und Niedersachsen (+5,0 Milliarden Euro).

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