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Was stimmt wirklich? : Faktencheck zur Flüchtlingsdebatte

Afrikanische Flüchtlinge warten im Mittelmeer auf ihre Rettung durch eine spanische NGO. Bild: AP

Wie viele Asylsuchende kommen überhaupt noch nach Deutschland? Und trägt die Bundesrepublik die Hauptlast der Flüchtlingswelle? Zehn Antworten auf viel diskutierte Fragen.

          5 Min.

          1. Um wie viele Flüchtlinge geht es im Streit um die Zurückweisungen?

          Ralph Bollmann

          Korrespondent für Wirtschaftspolitik und stellvertretender Leiter Wirtschaft und „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung in Berlin.

          Auf den ersten Blick sieht es so aus, als wollte Innenminister Horst Seehofer (CSU) künftig sehr viele Flüchtlinge zurückschicken. Sein Ministerium verweist dazu auf die Zahlen aus der europäischen Asyldatenbank Eurodac. Demnach sind von Jahresbeginn bis Mitte Juni mehr als 18.000 Flüchtlinge in Deutschland angekommen, die schon in einem anderen EU-Land registriert wurden. Tatsächlich zurückgeschickt werden sollen nach dem gefundenen Kompromiss aber nur Flüchtlinge, die dort schon einen Asylantrag gestellt haben, die über Bayern nach Deutschland kommen und einen der drei großen Grenzübergänge in Passau, Salzburg oder Kufstein benutzen. Dabei handelt es sich Schätzungen zufolge um fünf Flüchtlinge am Tag, also weniger als 2000 Fälle im Jahr.

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