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„Respektrente“ : Mehr zahlen, weniger bekommen

Rente aus Sozialversicherungsbeiträgen? Bundesarbeitsminister Hubertus Heil auf einer Pressekonferenz in Berlin. Bild: dpa

Mit der sogenannten „Respektrente“ will Bundesarbeitsminister Hubertus Heil die geplante Grundrente nicht aus Steuermitteln, sondern aus Sozialversicherungsbeiträgen finanzieren. Kann so etwas gerecht sein?

          Die „Respektrente“, mit der Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) die Alterseinkünfte von Geringverdienern aufstocken will, führt zu erheblichen neuen Ungerechtigkeiten. Das zeigt eine Studie von Prognos im Auftrag der arbeitgeberfinanzierten Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Zwar könnten nach Heils bisher bekannten Plänen rund 2,8 Millionen Rentner von der Respektrente profitieren. Nach Modellrechnungen von Prognos würden aber viele andere völlig ausgeschlossen, obwohl sie mehr Rentenbeiträge eingezahlt haben. Damit würde ihre Lebensleistung im Vergleich zu den „Respektrentnern“ entwertet. Im Koalitionsvertrag haben CDU, CSU und SPD vereinbart, mit einer „Grundrente“ die Einkünfte jener aufzustocken, die ihr Leben lang gearbeitet haben. Ihre Rente soll höher liegen als die Grundsicherung im Alter, die jedem zusteht. Über Details haben die Koalitionspartner noch nicht verhandelt.

          Kerstin Schwenn

          Wirtschaftskorrespondentin in Berlin.

          Heils Gesetzentwurf steht dagegen kurz vor der Veröffentlichung. Eine Schieflage ergibt sich in seinem Modell daraus, dass nur jene die Respektrente bekommen sollen, die 35 Jahre Beitragszeiten nachweisen können, also Voll- oder Teilzeit gearbeitet, Kinder erzogen oder Angehörige gepflegt haben. Zwar wird eine „Gleitzone“ erwogen, so dass auch die profitieren könnten, die etwas weniger gearbeitet haben. Es bliebe aber eine „Abbruchkante“, die viele leer ausgehen ließe. Begünstigt werden sollen jene langjährig beschäftigten Geringverdiener, die im Schnitt weniger als 80 Prozent des Durchschnittseinkommens verdient und damit nur bis zu 0,8 Rentenentgeltpunkte gesammelt haben. Heil will ihre Entgeltpunkt-Durchschnittswerte verdoppeln. Die Aufstockung ist gedeckelt: Maximal werden für 35 Beitragsjahre jeweils 0,4 Entgeltpunkte – insgesamt also 14 Entgeltpunkte – addiert. Bei einem aktuellen Rentenwert von gut 32 Euro wären dies rund 448 Euro.

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