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Duisburger Hafen : Endstation Seidenstraße

Zwei Frachtschiffe mit Kohle liegen im Duisburger Hafen. Bild: dpa

Erich Staake hat den Duisburger Hafen groß gemacht. Nun wollen die Chinesen ihn zum Teil der neuen Seidenstraße machen – und der Hafen-Chef steckt im Spannungsfeld zwischen Strukturwandel und chinesischem Imperialismus.

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          So richtig will man es nicht glauben, was erzählt wird. Duisburg ist angeblich eine der bekanntesten deutschen Städte in China, es gibt dort Landkarten, die als einzige europäische Metropolen Berlin und Duisburg zeigen. In den Grundschulen lernen chinesische Zweitklässler wohl, wie Staatspräsident Xi Jinping während eines Besuchs 2014 die Grundlagen für den europäischen Teil der Neuen Seidenstraße gelegt hat. Ein chinesischer Verlag soll Interesse daran haben, den ersten Reiseführer über Duisburg von 2018 ins Chinesische zu übersetzen. Genug Interesse an der Ruhrgebietsstadt gibt es ja. So erzählen es zumindest die Duisburger.

          Philipp Krohn

          Redakteur in der Wirtschaft, zuständig für „Menschen und Wirtschaft“.

          Es muss Balsam für die geschundenen Seelen der einstigen Stahlhochburg sein. Hierzulande kennt man sie als triste Kulisse für Schimanski-Tatorts. Bilder aus dem Stadtteil Marxloh wurden wahlweise zu Ikonen der Armut oder der türkischen Parallelgesellschaften in Deutschland. Unvergessen der Auftritt von Gerhard Cromme im November 1987, als der Vorstandsvorsitzende der Krupp Stahl AG im beigen Trenchcoat und mit weißem Schutzhelm einer wütenden Belegschaft das Ende der Hütte Rheinhausen erklärte. „Sie müssen aber einfach wissen, dass man wirtschaftliche Tatsachen nicht einfach übergehen kann“, rief er dem aufgebrachten Volk zu. Eier und Tomaten flogen. Tristesse, Perspektivlosigkeit und eine Arbeitslosigkeit von mehr als 20 Prozent folgten.

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