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Öffentlicher Dienst : Warnstreiks in Schulen und Krankenhäusern

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Teilnehmer an Streiks der Gewerkschaften GEW und Verdi in Dresden im April vergangenen Jahres Bild: dpa

Die Gewerkschaft GEW ruft die Tarifbeschäftigten in Schulen, Kliniken und Behörden bundesweit zum Arbeitskampf auf. Zahlreiche Schulen in Niedersachsen sind betroffen. Die Länder halten die Lohnforderungen für zu hoch.

          Wegen des Tarifkonflikts im öffentlichen Dienst der Länder haben die ersten Warnstreiks der Woche begonnen. Die Gewerkschaften Verdi, Erziehung und Wissenschaft (GEW) und der Beamtenbund DBB haben Beschäftigte bundesweit aufgerufen, die Arbeit etwa in Ämtern, Schulen, Unikliniken oder der Polizei niederzulegen.

          Den Anfang machten Hunderte Sozialpädagogen und angestellte Lehrer am Montag in Niedersachsen. Etwa 30 bis 45 Schulen in Braunschweig, Wolfsburg, Nienburg, Hannover, Osterode, Göttingen, Stade und Osnabrück seien von den Arbeitsniederlegungen betroffen, teilte ein GEW-Sprecher mit.

          Sechs Prozent mehr Lohn gefordert

          Hintergrund sind laufende Verhandlungen für den öffentlichen Dienst von denen nach Gewerkschaftsangaben rund 2,3 Millionen Beschäftigte betroffen sind. Die Gewerkschaften fordern für die Tarifbeschäftigten der Länder außer Hessen sechs Prozent mehr Lohn, mindestens aber 200 Euro mehr. Sie verweisen auf sprudelnde Steuereinnahmen. Die Länder weisen die Forderungen als überzogen zurück.

          Am Dienstag sind dann unter anderem in Bayern, Nordrhein-Westfalen und Hamburg Arbeitskämpfe geplant. In der Hansestadt sollen Beschäftigte ihrem Unmut über die „Blockadehaltung“ der Arbeitgeberseite durch einen Sprung in die Alster Ausdruck verleihen, teilte der dbb mit. Wassertemperatur: voraussichtlich rund 4,5 Grad.

          Und auch in der Hauptstadt wollen sich Beschäftigte für mehr Geld einsetzen: Für Mittwoch sind Warnstreiks in kommunalen Kitas, Schulen, Horten, Landes- und Bezirksbehörden, in Hochschulen, bei der Feuerwehr und der Polizei geplant. „Zahlreiche Schulen und Kitas werden voraussichtlich komplett geschlossen bleiben“, sagte die GEW-Vorsitzende Doreen Siebernik.

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