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Folgen von Dürre und Stürmen : So lange dauert die Wiederaufforstung in Deutschland

  • Aktualisiert am

Der Wald in Deutschland hat im vergangenen Jahr sehr gelitten. Bild: dpa

Das wird dauern: Mehr als 1000 Quadratkilometer Wald müssen nach dem Dürresommer 2018 in Deutschland wieder aufgeforstet werden. Und es könnte noch schlimmer kommen.

          Stürme und Dürre haben seit Anfang 2018 so viele Bäume in Deutschland geschädigt, dass nach Schätzungen der Bundesregierung 114.000 Hektar Wald neu aufgeforstet werden müssen. Erfahrungsgemäß dauere es mehrere Jahre, bis die Forstwirtschaft einen so großen Schaden bewältigt habe, heißt es in einer Antwort auf eine Anfrage der FDP, wie die Zeitung „Rheinische Post“ berichtet. Experten gingen davon aus, dass es eine Generation dauern werde, bis die Bäume nachgewachsen seien.

          Die Baumschäden im Zeitraum von Januar 2018 bis März 2019 seien etwa zu einem Drittel auf Sturm und zu zwei Dritteln auf Borkenkäfer zurückzuführen, deren Zahl durch die Trockenheit erheblich gestiegen sei. Besonders stark betroffen seien Fichten. Ein hohes Risiko von Borkenkäfern bestehe deshalb in Nordrhein-Westfalen, Hessen, Rheinland-Pfalz, Bayern, Baden-Württemberg, Sachsen und Thüringen – alles Länder mit größeren Fichtenvorkommen.

          Nach ersten, noch vorläufigen Schätzungen der Bundesländer müssten in Privat- und Körperschaftswäldern 76.000 Hektar und im Staatswald 38.000 Hektar wieder aufgeforstet werden, heißt es in dem Bericht. Der FDP-Abgeordnete Karlheinz Busen sagte, der Schaden sei eine „Katastrophe für die Waldwirtschaft“.

          Es besteht Gefahr weiterer Schäden. In Hessen etwa ließ die Trockenheit den Wasserspeicher im Waldboden austrocknen. Um das Defizit auszugleichen, müsse es über mehrere Monate hinweg vermehrt regnen. Eine weitere Dürreperiode, so Experten, wäre für die Wälder eine Katastrophe.

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