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Vor der Wahl in Berlin : Die etwas andere Hauptstadt

  • -Aktualisiert am

Das Brandenburger Tor in Berlin Bild: dpa

Oft wird über Berlin hergezogen. Das hat zwar meistens nur bedingt etwas mit der Realität zu tun, doch die Kritik hat einen wahren Kern. Die Stadt muss ihr Potential besser nutzen.

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          Es gibt wohl keine andere europäische Hauptstadt, die im eigenen Land einen so schlechten Ruf genießt wie Berlin. Ein „failed state“ ist die Stadt und ihre rot-rot-grüne Landesregierung in den Augen von CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak, sein Parteikollege Friedrich Merz nennt Berlin schlicht „dysfunktional“. Selbst ein Grüner wie Boris Palmer kann der Stadt wenig Positives abgewinnen, sondern entdeckt bei Reisen nach Berlin seine konservative Seite. Drogen, Kriminalität, Armut, nichts funktioniere: Da bleibe er doch lieber in seinem „Idyll“ Tübingen.

          Auch wenn das Berlin-Bashing eine Eigendynamik entfaltet hat, die nur noch bedingt mit der Realität vor Ort übereinstimmt – die Kritik hat einen wahren Kern. Leider hat die scheidende Landesregierung es nicht vermocht, die richtigen Prioritäten zu setzen. Monatelang ließ Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) einen Mietendeckel austüfteln, den das Bundesverfassungsgericht dann – wie von Juristen prophezeit – wieder kippte.

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