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In den Vereinigten Staaten : Zwei Deutsche wegen „Panama Papers“ angeklagt

  • Aktualisiert am

Die mittlerweile geschlossene Anwaltskanzlei Mossack Fonseca steht im Mittelpunkt des Skandals um die „Panama Papers“. Bild: AFP

Erstmals stehen in Amerika insgesamt vier Personen im Zusammenhang mit dem Steuerhinterziehungsskandal vor Gericht – darunter auch zwei Deutsche. Ihnen drohen bis zu 20 Jahre Haft.

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          In den Vereinigten Staaten sind in Zusammenhang mit den „Panama Papers“ vier Personen wegen ihrer Beteiligung an Steuerhinterziehung angeklagt worden. Darunter seien auch zwei Deutsche, teilten die amerikanischen Ermittler am Dienstag mit. Bei den Verdächtigen handle es sich um Angestellte und Kunden der Anwaltskanzlei Mossack Fonseca, die im Mittelpunkt des Skandals steht und in diesem Jahr geschlossen wurde. Ihnen drohen bis zu 20 Jahren Haft. Es ist das erste Mal, dass ein Fall in Zusammenhang mit den „Panama Papers“ in den Vereinigten Staaten vor Gericht kommt.

          In der Anklageschrift heißt es, zwei der Verdächtigen – ein 50-jähriger Mann aus Panama und ein 54-jähriger Deutscher – hätten Klienten der Kanzlei mit Briefkastenfirmen und Stiftungen dazu verholfen, ihr Vermögen und Einkommen vor den amerikanischen Behörden zu verstecken. Bei einem ihrer Kunden handle es sich um einen 81-jährigen Deutschen, der ebenfalls angeklagt wurde. Der vierte Verdächtige ist ein 74-jähriger amerikanischer Staatsbürger.

          Erst vergangene Woche sind Büros der Deutschen Bank durchsucht worden. Deutschlands größtes Geldhaus ist wegen des Verdachts der Geldwäsche im Zusammenhang mit den sogenannten Panama Papers ins Visier der Staatsanwaltschaft geraten. Die Ermittler gehen dem Verdacht nach, dass Mitarbeiter der Deutschen Bank Kunden geholfen haben, Offshore-Gesellschaften in Steuerparadiesen zu gründen. Dabei soll Geld aus Straftaten auf Konten der Deutschen Bank transferiert worden sein, ohne dass das Institut Geldwäscheverdachtsanzeigen erstattet hat.

          Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version des Artikels hieß es fälschlicherweise, dass auch Mitarbeiter der Deutschen Bank angeklagt sind. Wir bitten den Fehler zu entschuldigen.

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