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Verdi-Chef im Gespräch : Haben Sie die Welt gerechter gemacht, Herr Bsirske?

Frank Bsirske, 67, tritt Ende September als Chef der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi ab. Bild: Andreas Pein

Frank Bsirske steht seit 18 Jahren an der Spitze der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi und hat harte Kämpfe ausgefochten. Ein Besuch zum Abschied.

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          So lange wie er stand noch nie einer an der Spitze einer deutschen Gewerkschaft: 18 Jahre und sechs Monate wird Frank Bsirske der Vorsitzende von Verdi gewesen sein, wenn er Ende September auf dem Leipziger Bundeskongress sein Amt an den bisherigen Stellvertreter und designierten Nachfolger Frank Werneke abgibt – viel länger, als Angela Merkel Bundeskanzlerin ist. Als Bsirske im Frühjahr 2001 die Führung der neugegründeten Riesengewerkschaft übernahm, war der Sozialdemokrat Gerhard Schröder erst seit zweieinhalb Jahren im Amt.

          Ralph Bollmann
          Korrespondent für Wirtschaftspolitik und stellvertretender Leiter Wirtschaft und „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung in Berlin.

          An Bsirske schieden sich die Geister. Er wurde anfangs belächelt und oft auch gehasst, bisweilen gefürchtet und später respektiert. Er führte Arbeitskämpfe im öffentlichen Dienst, er bekämpfte Schröders „Agenda 2010“ und setzte sich dann als erster Gewerkschaftschef für den Mindestlohn ein. Er führte Kampagnen für den Ausbau der gesetzlichen Rente und war zuletzt fast überall dabei, wo in der Politik über Arbeit und Soziales verhandelt wurde. Im Rücken hatte er zuletzt rund 3000 Mitarbeiter und noch immer fast zwei Millionen Mitglieder.

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