https://www.faz.net/-gqe-9k6yn

Öffentlicher Dienst : Verdi-Chef Bsirske: Eskalation des Tarifstreits möglich

  • Aktualisiert am

Der Vorsitzende der Gewerkschaft Verdi, Frank Bsirske, hält eine weitere Zuspitzung der Auseinandersetzung für möglich. Bild: dpa

Im öffentlichen Dienst droht ein neuer Tarifkonflikt. Bevor am Donnerstag die nächste Verhandlungsrunde eröffnet wird, findet Verdi-Chef Bsirske deutliche Worte.

          Vor der am Donnerstag anstehenden dritten Verhandlungsrunde im Tarifstreit des öffentlichen Diensts der Länder hält Verdi-Chef Frank Bsirske eine weitere Zuspitzung der Auseinandersetzung für möglich. „Ich schließe im Moment auch eine Eskalation nicht aus“, sagte er den Zeitungen der Funke Mediengruppe vom Montag. Eine schnelle Einigung sei nicht in Sicht, beide Seiten lägen noch weit auseinander.

          Verdi und die Bildungsgewerkschaft GEW haben für die kommenden Tage bereits neue Warnstreiks in mehreren Bundesländern angekündigt, um den Druck auf die Arbeitgeber zu erhöhen.

          Allein in Berlin könnte dies Arbeitsniederlegungen von tausenden Erziehern, Sozialarbeitern und tarifbeschäftigten Lehrern zur Folge haben. Die Verantwortung für die Härte im Tarifstreit gab Bsirske der Arbeitgeberseite. „Die Länder haben in ihren Haushalten zuletzt Milliarden-Überschüsse gemacht. Das Geld für eine gute Einigung wäre da.“

          Die Gewerkschaften fordern in der laufenden Tarifrunde sechs Prozent mehr Lohn, mindestens aber 200 Euro mehr im Monat für die gut 800.000 direkt betroffenen Angestellten der Länder. Die Tarifgemeinschaft deutscher Länder, der alle Bundesländer außer Hessen angehören, legte in den bislang zwei Verhandlungsrunden noch kein Angebot vor.

          Weitere Themen

          Pilotenheld kritisiert Boeing Video-Seite öffnen

          „Sully“ schlägt Alarm : Pilotenheld kritisiert Boeing

          Mehrere Piloten fordern den US-Flugzeugbauer Boeing auf, Piloten besser zu schulen, bevor die Flieger vom Unglückstyp 737 Max nach zwei Abstürzen mit hunderten Toten wieder fliegen dürfen. Die von Boeing angebotenen Schulungen reichten nicht aus, sagt unter anderem Chesley "Sully" Sullenberger. Er schrieb mit der geglückten Notlandung mit einem Airbus auf dem Hudson in New York 2009 Geschichte.

          Topmeldungen

          Annegret Kramp-Karrenbauer und Markus Söder (Mitte) mit Armin Laschet während des Europawahlkampfes in Münster.

          Abgrenzung von der AfD : Das Ende eines Ausflugs

          Die Union besinnt sich endgültig wieder auf die Erkenntnis, dass sie mit einer Wendung nach rechts weniger Zustimmung zurückgewinnt, als sie in der Mitte verliert.

          „Kleiderpolizei“ im Hochsommer : Liberté, Egalité, Décolleté

          Es ist sehr heiß. Während die einen nur an Abkühlung denken, stören sich die anderen an freizügiger Sommerkleidung. In Frankreich wehren sich viele Frauen auf Twitter gegen diese Verurteilung.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.