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Niedrige Energiepreise : Null Prozent Inflation in Deutschland

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Die Energiepreise liegen in Deutschland nach wie vor unter dem langjährigen Durchschnitt. Bild: dpa

Im Vergleich zum Vorjahresmonat haben sich die Verbraucherpreise in Deutschland im August nicht verändert. Das teilte das Statistische Bundesamt am Montag mit.

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          Die Verbraucherpreise in Deutschland haben sich im August durchschnittlich nicht verändert. Im Vergleich zum Vorjahresmonat stagnierte das Preisniveau, wie das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden mitteilte. Analysten hatten im Durchschnitt mit einem leichten Anstieg gerechnet. Im Vormonat Juli waren die Preise erstmals seit 2016 negativ gewesen. 

          Carsten Brzeski, der Chefvolkswirt der ING Bank, erklärte sich dies mit der Mehrwertsteuersenkung und den derzeit niedrigen Energiepreisen. „Die Folgen der Corona-Krise hinterlassen in der Inflationsentwicklung deutliche Spuren. Übliche saisonale Preismuster sind gestört und Sondereffekte wie etwa die temporäre Senkung der Mehrwertsteuer verzerren“, meint auch Jörg Zeuner, der Chefvolkswirt von Union Investment. „Hätten alle Unternehmen die Senkung vollumfänglich an die Verbraucher weitergegeben, wäre der dämpfende Effekt sogar noch größer gewesen und die Inflationsrate in den negativen Bereich gerutscht“, sagt er. 

          Für das Gesamtjahr rechnet Zeuner in Deutschland mit einer Inflationsrate von 0,7 Prozent. Für den Helaba-Analysten Ralf Umlauf zeigt sich, „dass die massive Ausweitung fiskalischer Maßnahmen gepaart mit extrem lockerer Geldpolitik noch nicht auf das Preisgeschehen durchwirkt“. Mittel- und langfristig könne man ein „Mehr an Inflation“ aber nicht ausschließen.

          Waren verbilligten sich im August um durchschnittlich 1,3 Prozent. Dabei fielen die Energiepreise mit 6,3 Prozent besonders kräftig. Nahrungsmittel verteuerten sich mit 0,7 Prozent deutlich weniger als etwa im Mai/Juni, als es noch Preisaufschläge von jeweils mehr als 4 Prozent gab. Dienstleistungen kosteten ein Prozent mehr als vor Jahresfrist. Die Wohnungsmieten legten abermals um 1,4 Prozent zu.

          Im Monatsvergleich sank das Preisniveau im August um 0,1 Prozent. Der für europäische Vergleichszwecke erhobene Preisindex HVPI sank zum Vorjahresmonat um 0,1 Prozent und im Vergleich zum Vormonat um 0,2 Prozent. Die Europäische Zentralbank strebt für die gesamte Eurozone eine Inflationsrate von knapp 2 Prozent an. Auch im Währungsraum liegt die Teuerung klar unter diesem Wert.

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