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Arbeitsmarkt in Amerika : Anträge auf Arbeitslosenhilfe weiter auf hohem Niveau

  • Aktualisiert am

Ein Einwohner von Miami-Dade County hält ein Arbeitslosenformular in Papierform in der Hand. Bild: dpa

Noch immer stellen mehr als eine Millionen Amerikaner je Woche Anträge auf Arbeitslosenhilfe. Die weltgrößte Volkswirtschaft befindet sich weiterhin in schweren wirtschaftlichen Turbulenzen.

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          Inmitten der grassierenden Corona-Pandemie haben in den Vereinigten Staaten abermals außerordentlich viele Menschen Anträge auf Arbeitslosenhilfe gestellt. In der Woche bis einschließlich 1. August stellten 1,186 Millionen Personen einen Neuantrag, wie das Arbeitsministerium in Washington am Donnerstag mitteilte. Im Vergleich zur Vorwoche war das allerdings ein Rückgang um knapp 250.000.

          Die Neuanträge auf Arbeitslosengeld spiegeln die kurzfristige Entwicklung des Arbeitsmarkts wider und zeigen, dass sich die weltgrößte Volkswirtschaft inmitten der Corona-Krise weiterhin in schweren wirtschaftlichen Turbulenzen befindet. Die dramatische Zunahme der Neuinfektionen seit Ende Juni hat in vielen bevölkerungsreichen Bundesstaaten abermals zu Einschränkungen geführt, wodurch Stellen gefährdet sind. Vor Beginn der Coronavirus-Pandemie war die Zahl der wöchentlichen Neuanträge selten über 100.000 gestiegen.

          Die anhaltend hohe Zahl ist auch deswegen von Bedeutung, weil die zusätzliche Arbeitslosenhilfe des Bundes in Höhe von 600 Dollar je Woche aus einem Corona-Hilfspaket vom März vergangene Woche ausgelaufen war, was Millionen Amerikaner ohne Stellen deutlich zu spüren bekommen. Die beiden Parteien im Kongress hatten sich zunächst nicht auf eine Fortsetzung im Rahmen eines neuen Hilfspakets einigen können.

          Fachleute rechnen für 2020 mit einer schweren Rezession und befürchten, dass die Arbeitslosenquote auch Ende des Jahres noch bei etwa 10 Prozent liegen könnte. Zuletzt war sie von 13,3 Prozent im Mai auf 11,1 Prozent im Juni gesunken. Die Daten für Juli werden an diesem Freitag bekanntgegeben. Vor der Zuspitzung der Pandemie in den Vereinigten Staaten im März hatte die Arbeitslosenquote noch bei 3,5 Prozent gelegen, dem niedrigsten Wert seit Jahrzehnten.

          In Amerika gibt es Daten der Universität Johns Hopkins in Baltimore zufolge inzwischen 4,8 Millionen bestätigte Coronavirus-Infektionen und rund 158.000 damit verbundene Todesfälle. Die Zahl der bestätigten Neuinfektionen mit dem Erreger lag zuletzt bei um die 50.000 am Tag.

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