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Reisemanager diskutieren Krise : „Man muss sich wundern, dass Menschen überhaupt reisen“

Sonnig, aber schwierig: Das Urlaubsgeschäft 2020 ist von der Pandemie gezeichnet. Bild: dpa

Dass Urlauber in der Pandemie aufbrechen, deutet der TUI-Chef als Zeichen des ungebrochenen Reisewillens. Er glaubt, dass es 2022 starke Wachstumszahlen geben werde. Andere Touristiker befürchten einen harten Preiskampf.

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          Selbst in der größten Krise bleibt Zeit zum Staunen. Zumindest Fritz Joussen, dem Vorstandschef von Europas größtem Reisekonzern TUI, ist es so ergangen beim Blick auf treue Kunden. „Man muss sich wundern, dass Menschen überhaupt reisen“, räumt er ein. Sorgen doch tägliche Meldungen zu Infektionszahlen, diverse Reisewarnungen und Risikogebietsbestimmungen für Verunsicherung. Dennoch habe TUI im Juli fast 600.000 Kunden in den Urlaub gebracht – und wieder zurück.

          Timo Kotowski
          Redakteur in der Wirtschaft.

          „Der Wille zum Reisen ist ungebrochen“, folgert Joussens nach der Phase des Wunderns. Zwar musste der Konzern jüngst einräumen, dass international bis Anfang August nur 16 Prozent des vor der Krise geplanten Sommerangebots abgesetzt wurden. Doch Joussen klingt so, als wolle er sagen: Es hätte schlimmer kommen können – wenn es nicht eine beinahe naturgegebene Reiselust gäbe. Und die werde sich wieder in wesentlich mehr Buchungen niederschlagen. „2021 wird ein Übergangsjahr, das Jahr danach wird sehr stark“, sagt Joussen. Mit „großen Wachstumszahlen“ rechnet er für 2022. „Wenn wir die Krise hinter uns haben.“

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