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Ukraine-Krieg und Klimaschutz : Die Operation Energiesicherheit hat begonnen

  • -Aktualisiert am

Retter in der Not? Die Bundesregierung will zumindest vorübergehend Flüssiggas nutzen. Bild: Getty

Wirtschaftsminister Habeck will Deutschland unabhängiger von Importen machen. Ökonomen warnen: Eine komplette Selbstversorgung wird nicht gelingen.

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          Zu teuer, zu wenig Nachfrage: In den vergangenen Jahren konnten sich Pläne für den Bau von Flüssiggasterminals in Deutschland nicht durchsetzen. Jetzt soll angesichts des Kriegs in der Ukraine alles ganz schnell gehen: Am Samstag gab Wirtschafts- und Klimaschutzminister Robert Habeck (Grüne) den Startschuss für den Bau eines ersten Terminals im schleswig-holsteinischen Brunsbüttel – mit staatlicher Unterstützung. Der Bund soll über die Staatsbank KfW 50 Prozent der Anteile an dem Terminal halten. Die Kosten dafür wurden in Berlin auf 500 Millionen Euro beziffert. Mit 40 Prozent beteiligt sich der niederländische Gasnetzbetreiber Gasunie, der das Terminal auch betreiben soll. Die restlichen 10 Prozent übernimmt der deutsche Energiekonzern RWE.

          Julia Löhr
          Wirtschaftskorrespondentin in Berlin.

          Die Operation Energiesicherheit hat begonnen. Vor gut einer Woche kündigte Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) im Bundestag die zwei geplanten Flüssiggasterminals an. Neben Brunsbüttel ist noch eines in Wilhelmshaven geplant. Bislang bezieht Deutschland mehr als die Hälfte seiner Gasimporte aus Russland.

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