https://www.faz.net/-gqe-9fdfo

Ende der Sparpolitik : Italiens Parlament verabschiedet Haushalt

  • Aktualisiert am

Italiens Innenminister und Lega-Politiker Matteo Salvini Bild: dpa

Trotz der schwierigen Finanzlage hat eine deutliche Mehrheit im italienischen Senat das Haushaltsgesetz der Regierung verabschiedet. Vorher hatte es noch eindrückliche Warnungen gegeben.

          Italiens Parlament hat am Donnerstag trotz Warnungen der EU und des Internationalen Währungsfonds (IWF) das Haushaltsgesetz der Regierung verabschiedet. Der Senat stimmte dem Budget mit 165 zu 107 stimmen zu, das Unterhaus folgte mit 331 zu 191 Stimmen. Der Haushaltsplan lege „den Grundstein für einen Kurswechseln in der italienischen Politik“, erklärte die Regierungspartei Fünf Sterne Bewegung (M5S).

          Die populistische Partei, die zusammen mit der fremdenfeindlichen Lega regiert, sagte in einer Mitteilung ein Ende der Sparpolitik der vergangenen Jahre sowie steigende Investitionen voraus. Das Gesetz sieht für 2019 ein Haushaltsdefizit von 2,4 Prozent vor, das 2020 auf 2,1 Prozent und 2021 auf 1,8 Prozent sinken soll.

          Warnung aus Deutschland

          Vor der Abstimmung hatte Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) die italienische Regierung vor einer zu laxen Haushaltspolitik gewarnt. „Die italienische Regierung muss mit der hohen Staatsverschuldung umgehen, diese Verantwortung kann ihr niemand abnehmen“, sagte Scholz dem „Handelsblatt“.

          Die Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Christine Lagarde, rief Italien ebenfalls zur Haushaltsdisziplin auf. Rom müsse die „Regeln des Clubs“ – der Europäischen Union – respektieren, sagte sie bei der IWF-Jahrestagung auf der indonesischen Insel Bali. EU-Finanzkommissar Pierre Moscovici sagte, der Plan werde Italiens Verschuldung verschlimmern.

          Italien muss seinen Haushaltsplan bis Montag zur Überprüfung bei der EU-Kommission einreichen. Die Behörde hatte Italien schon im vergangenen Jahr wegen der schwierigen Finanzlage unter Beobachtung gestellt.

          Weitere Themen

          Zu viele offene Details Video-Seite öffnen

          Apple als Unterhaltungskonzern : Zu viele offene Details

          Anleger reagierten mit Ablehnung: Der Tech-Riese stellte am Montag sein neues Nachrichtenangebot „News+”, eine Kreditkarte für seinen Bezahldienst sowie den Gamingdienst „Arcade” vor.

          Apple nimmt es mit Netflix auf Video-Seite öffnen

          Apple TV+ : Apple nimmt es mit Netflix auf

          Der Konzern will sich angesichts zurückgehender iPhone-Verkäufe breiter aufstellen und setellt seinen eigenen Streamingdienst namens Apple TV+ vor. Angekündigt wurde in diesem Zuge auch ein bezahlpflichtiges Nachrichtenangebot namens Apple News+.

          Topmeldungen

          Smartphone P30 Pro : Huawei hat einen Knick in der Optik

          Huawei prescht mal wieder vor. Das neue Smartphone P30 Pro hat unter anderem einen fünffachen optischen Zoom. Beim Preis lässt Huawei die Konkurrenz davon ziehen.

          Applecard : Das kann die Kreditkarte von Apple

          Einfacher als Bargeld – so bewirbt Apple seine neue Kreditkarte. Sie soll günstiger, komfortabler und sicherer sein als andere. Kann der Konzern dieses Versprechen halten?

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.