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Stärkere Regulierung : Erste Zeitarbeiter verlieren ihre Stelle

In der Fertigung von Mercedes-Benz Bild: dpa

Die schärfere Regulierung macht sich bemerkbar – zum Nachteil der Arbeitskräfte, sagen die Unternehmen. Wie hart wird es sie noch treffen?

          3 Min.

          Die Zeitarbeit ist Kummer gewohnt. Kaum eine Branche hat ein so schlechtes Image und wurde in den vergangenen Jahren so stark reguliert. Auf die Geschäfte hat sich das lange nicht spürbar ausgewirkt. Nun aber, etwas mehr als ein Jahr nachdem neue, schärfere Regeln in Kraft getreten sind, erwarten die Personalverleiher einen deutlichen Dämpfer. Und: Erste Zeitarbeiter haben ihre Stelle verloren, wie aus einer Untersuchung des Marktforschungsinstituts Lünendonk hervorgeht, die der F.A.Z. vorliegt. Dafür wurden die 25 größten Zeitarbeitsunternehmen in Deutschland befragt. 2017 war demnach noch ein gutes Jahr: Der Branchenumsatz stieg um 7,1Prozent auf 34,5 Milliarden Euro, die Zahl der Zeitarbeiter legte um 3,9 Prozent zu. Für 2018 aber erwarten die Unternehmen, dass die Zahl der Zeitarbeitnehmer stagniert und der Umsatz nur noch um 2,7 Prozent steigt. „Früher galt einmal: Wenn die Wirtschaft wächst, wächst auch die Zahl der Zeitarbeitnehmer in Deutschland“, sagt Hartmut Lüerßen von Lünendonk. „Diese Regel scheint außer Kraft gesetzt zu sein.“

          Britta Beeger

          Redakteurin in der Wirtschaft.

          Als Ursache haben die Unternehmen die jüngste Regulierung ausgemacht, die – forciert durch die frühere Arbeitsministerin und heutige SPD-Fraktionsvorsitzende Andrea Nahles – in der vorigen Legislaturperiode verabschiedet wurde. Sie stören sich vor allem an zwei Punkten, wie Vertreter führender Zeitarbeitsunternehmen im Gespräch mit der F.A.Z. sagten: Zum einen, dass Leiharbeiter seit April vergangenen Jahres nach neun Monaten Einsatzzeit genauso entlohnt werden müssen wie vergleichbare Stammarbeiter im Einsatzbetrieb („Equal Pay“), ohne dass im Gesetz festgelegt ist, ob damit nur der Grundlohn gemeint ist oder auch Leistungen wie Dienstwagen oder Kantinenzuschuss. Zum anderen die gesetzlich festgeschriebene Höchstüberlassungsdauer von 18 Monaten (es sei denn, ein Tarifvertrag regelt etwas anderes).

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