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Druck von Bargeld : Schweizer Notenbank kauft vorsorglich Papierlieferanten

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Bevor keiner die neuen Geldscheine macht, übernimmt die SNB die Aufgabe lieber selbst. Fritz Zurbruegg, Vizepräsident des Direktoriums der SNB, präsentiert die neue Zehn-Franken-Note in Bern. Bild: dpa

Weil der bisherige Papierlieferant der Schweizer Notenbank untergehen könnte, kauft die SNB jetzt den Hersteller Landqart. Für die neuen Schweizer Geldscheine wäre sonst niemand in Frage gekommen.

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          Die Schweizer Notenbank sieht sich zu einem ungewöhnlichen Schritt gezwungen, damit das Papier für die neuen Geldscheine nicht knapp wird. Der Hersteller des speziellen dreischichtigen Papiers stand nach Angaben der SNB kurz vor dem Aus. Also habe sich die Zentralbank entschlossen, das Unternehmen Landqart zu übernehmen. „Mit dem jetzigen Schritt bleibt die Bargeldversorgung sichergestellt und damit die Erfüllung des gesetzlichen Auftrags der SNB gewährleistet“, sagte die Zentralbank am Donnerstag. Sie übernimmt 90 Prozent des Unternehmens, das Druck- und Verlagshaus Orell Füssli die restlichen zehn Prozent. Zusammen bezahlen sie für Landqart insgesamt 21,5 Millionen Franken. Für die Zentralbank ist es die erste Übernahme seit Jahrzehnten.

          Die SNB hat vergangenes Jahr mit der Ausgabe der neuen bunten Banknoten begonnen. Bisher befinden sich neue 50er-, 20er- und 10er-Noten im Umlauf. Sie sind auf einem speziellen Sicherheitspapier gedruckt: Zwischen zwei Papierschichten befindet sich eine Plastikfolie. Darüber hinaus gibt es weitere Sicherheitsmerkmale wie etwa das durchsichtige Schweizer Kreuz und einen Sicherheitsstreifen. Landqart sei der einzige Anbieter, der über die notwendige Technologie verfüge, erklärte die SNB.

          Bei Landqart arbeiten rund 250 Beschäftigte.

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