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Ökostrom-Investments von Shell : Ölriese ohne Öl

Solarpaneele des amerikanischen Herstellers Silicon Ranch, an dem sich der Shell-Konzern beteiligt hat. Bild: Bloomberg

Shell drängt mit aller Macht ins Geschäft mit erneuerbaren Energien. Doch handelt es sich hierbei nur um Greenwashing oder strebt der Konzern tatsächlich einen ernsthaften Ausstieg aus der fossilen Branche an?

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          Der skurril aussehende Flugdrache ähnelt mit seinen vielen Rotoren einem überdimensionierten Modellflugzeug. In Wahrheit handelt es sich dabei jedoch um eine Art Windkraftwerk in den Lüften. Entwickelt wurde das Fluggerät zur Stromerzeugung von dem Kleinunternehmen Makani aus Kalifornien, hinter dem wiederum die Google-Muttergesellschaft Alphabet als Investor steht. Seit kurzem allerdings hat Makani einen weiteren Partner gefunden: Europas führender Ölkonzern Shell will die Tauglichkeit der Flugdrachen für den Einsatz in Offshore-Windparks erproben.

          Marcus Theurer

          Redakteur in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Die Kooperation ist für den Ölriesen, der hinter der amerikanischen Exxon Mobil die Nummer zwei auf der Welt ist, nur eine Randnotiz. Aber sie ist ein gutes Beispiel dafür, dass bei Shell einiges in Bewegung ist. Unter den fünf führenden privaten Ölkonzernen der Welt – in der Branche „Super-Majors“ genannt – beschäftigt sich keiner so intensiv wie Shell mit einer Zukunft des globalen Energiesystems jenseits des Klimakillers Erdöl. Selbst Ideen wie am Himmel schwebende Minikraftwerke sind dem Konzern dabei nicht zu exotisch.

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