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Sanktionen im Ukraine-Konflikt : Wird Russland zum Paria-Staat?

Aeroflot-Flugzeug in Kazan: Auch die Fluggesellschaft Aeroflot fürchtet mögliche „katastrophale“ Folgen von Sanktionen. Bild: picture alliance/dpa/TASS

Die Gefahr eines Krieges in der Ukraine ist nicht gebannt. Und Russland bereitet sich auf neue Wirtschaftssanktionen vor. Besonders groß ist die Angst vor einem Dollar-Verbot.

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          Es ist unklar, welche Rolle die Aussicht auf harte Sanktionen in den Überlegungen des russischen Präsidenten spielt. Dass zumindest einige der Maßnahmen, die für den Fall einer neuen Militäroperation gegen die Ukraine diskutiert werden, schwerwiegende Folgen für Russlands Wirtschaft hätten, dürfte Wladimir Putin aber klar sein – seine Regierung beschäftigt sich jedenfalls intensiv mit dem Thema.

          Katharina Wagner
          Wirtschaftskorrespondentin für Russland und die GUS mit Sitz in Moskau.

          Vor kurzem traf der einflussreiche erste stellvertretende Ministerpräsident Andrej Beloussow nach Informationen des Wirtschaftsportals „The Bell“ die Vertreter wichtiger Staatskonzerne, um über die Folgen mögliche neuer Einschränkungen zu beraten. Die russische Post, die Fluglinie Aeroflot und der Eisenbahnkonzern RZD hatten demnach zuvor „Stresstests“ des Betriebs unter Sanktionsbedingungen durchgeführt. Über die Ergebnisse ist offiziell nichts bekannt. Hinter vorgehaltener Hand sprechen die Konzernvertreter aber laut „The Bell“ von einer „Katastrophe“.

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