https://www.faz.net/-gqe-9x0wn

Teure Rufnummer-Mitnahme : Kartellwächer pochen auf Preissenkung

  • Aktualisiert am

Die Mitnahme der alten Rufnummer zum neuen Anbieter soll günstiger werden. Bild: dpa

Wenn Handykunden ihre Rufnummer zum neuen Anbieter mitnehmen wollen, müssen sie dafür bislang bis zu 30 Euro zahlen. Das Bundeskartellamt hält maximal 6,82 Euro für angemessen.

          1 Min.

          Wenn Kunden beim Wechsel ihres Mobilfunkanbieters die alte Handynummer mitnehmen wollen, bitten die Unternehmen sie dafür zur Kasse. Weil die Bundesnetzagentur diese Entgelte bei vielen Unternehmen für zu hoch hält, hat die Behörde mehrere Verfahren eingeleitet. „Wir wollen die Hürden für einen Wechsel des Anbieters senken“, sagte ein Netzagentur-Sprecher der Deutschen Presse-Agentur.

          Nach den gesetzlichen Vorgaben dürfen Verbrauchern nur Kosten berechnet werden, die beim Wechsel tatsächlich entstehen. Bislang berechnen einige Anbieter noch bis zu 30 Euro. Nach dem Willen der Netzagentur sollen alle Mobilfunkanbieter den Betrag bis zum 20. April deutlich senken – nach derzeitigem Stand hält die Behörde dafür maximal 6,82 Euro als Gebühr für angemessen. Mitte Februar habe man schon alle betroffenen Unternehmen aufgefordert, die Preise zu senken. Die Mehrzahl sei diesem Appell gefolgt.

          Telefónica, 1&1 Drillisch und mehrere kleinere Mobilfunkanbieter halten hingegen bislang an den höheren Preisen fest, weshalb die Netzagentur die Verfahren gegen sie eingeleitet hat. Man wolle das Ergebnis abwarten, hieß es von Telefónica. 1&1 Drillisch will mit einer Preissenkung auf eine Novelle des Telekommunikationsgesetzes abwarten. Nach Angaben der Netzagentur sollen die Anbieter jedoch ab dem 20. April schon durch die Behörde verpflichtet werden, die Gebühr zu senken. Andernfalls könnten Bußgelder erhoben werden.

          Weitere Themen

          Das Roche-Prinzip

          FAZ Plus Artikel: Schweizer Pharmakonzern : Das Roche-Prinzip

          Mit Kalkül zur Wissensmacht: Der Schweizer Pharmakonzern Roche bietet einen günstigen Antikörper-Test an, der wie ein Sicherheitssiegel in der Corona-Krise gehandelt wird. Nun fürchten Kritiker eine Monopolstellung des Gesundheitsriesen.

          Topmeldungen

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.