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Bezahlen ohne Karte : Rettet das Bargeld!

Bild: dpa

Immer mehr wird im Alltag mit Karte bezahlt. Trotzdem gibt es gute Gründe, das Bargeld nicht ganz aufzugeben.

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          An Bemühungen, den Einsatz von Bargeld in Deutschland zu erschweren, fehlt es im Moment nicht. In der vergangenen Woche wurde eine neue Grenze von 10.000 Euro eingeführt: Wer mehr Geld bei seiner Bank bar einzahlen will, muss einen Herkunftsnachweis für das Geld vorlegen. Ähnliches gilt für den Kauf von Gold gegen Bargeld, da schon von 2500 Euro an. Die Pläne des früheren Finanzministers Wolfgang Schäuble, Barzahlungen generell nur noch bis 5000 Euro zu erlauben, wurden zwar zu den Akten gelegt. Dafür arbeitet die Europäische Union jetzt an einer europaweit einheitlichen Obergrenze von 10.000 Euro für Barzahlungen aller Art. Die neue Grenze für die Einzahlungen bei Banken ist also nur so etwas wie ein Testlauf für die grundlegenderen Pläne.

          Ist es schlimm, wenn das Bargeld nach und nach verschwindet? Die Corona-Zeit hat gezeigt, dass es geht, fast überall mit Karte zu zahlen. Das erleichtert das Abstandhalten etwa an der Supermarktkasse. Hingegen übertragen Scheine und Münzen selbst das Virus wohl nicht, wie die Bundesbank in einer Studie zeigte. Länder wie China, die Bargeld desinfizieren ließen, handelten wohl übertrieben. Aber war es nicht ein altes Argument der Gegner des Bargelds, dass es unendlich hygienischer sei, wenn Geld nur noch als Ziffern und Buchstaben durch die Computer wandere statt als Scheine und Münzen von Hand zu Hand? Wenn es sich gleichsam seiner physischen Existenz entledigte?

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