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Korruption, Schwarzgeld, Mord : Malta versinkt im Geldwäschesumpf

Maltas Spitzenpolitiker Joseph Muscat (links) steht unter Druck. Bild: Reuters

Angefangen hat alles mit der Diskussion um ein neues Stromkraftwerk. Nun lasten etliche Skandale auf dem Finanzplatz Malta. Der Geldwäsche hat die EU-Kommission nun den Kampf angesagt.

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          Malta gilt vielen Europäern als Urlaubsziel gerade in den Wintermonaten wegen der dort milden Temperaturen. Dass es derzeit auf den Straßen der Hauptstadt Valletta richtig heiß zugeht, liegt an einer Vertrauenskrise, die nicht nur die Regierung Maltas erfasst, sondern die gesamten Behörden.

          Markus Frühauf

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Tobias Piller

          Wirtschaftskorrespondent für Italien und Griechenland mit Sitz in Rom.

          Der Ausgangspunkt der maltesischen Skandale mit Korruption, Schwarzgeld und Journalistenmord war ganz banal ein neues Stromkraftwerk für die Insel. Denn das alte Kraftwerk, das Maltas staatlicher Stromlieferant Enemalta an der Ostküste der Insel betrieb, lief mit schwerem Diesel, verpestete bei Ostwind die Luft auf der Insel mit Feinstaub und entsprach lange Zeit nicht europäischen Umweltvorschriften.

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