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Online-Marketing : Das irre Geschäft mit Influencern

Kylie Jenner, 22, ist die jüngste Selfmade-Milliardärin der Welt. Bild: Kylie Cosmetics via Bestimage

Egal ob für Toilettenschüsseln, Pflanzenerde oder die Kirche – das Geschäft mit Influencer-Werbung boomt. Marketing-Unternehmen setzen auf die höhere Authentizität, die Influencer gegenüber klassischer Werbung haben.

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          Auf den ersten Blick haben Kylie Jenner und Denise Colquhoun wirklich nicht viel gemeinsam: Die Amerikanerin Jenner ist weltbekannt und hat es dank ihrer Instagram-Berühmtheit mit 22 Jahren zu einem Milliardenvermögen gebracht. Von Colquhoun dagegen haben die allermeisten noch nie gehört. Sie ist Anfang vierzig und lebt ganz unglamourös im Münsterland, wo sie als alleinerziehende Mutter von drei Kindern ihr Familienleben schmeißt.

          Marcus Theurer

          Redakteur in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Kolleginnen sind die zwei ungleichen Frauen trotzdem, denn beide verdienen ihr Geld als Influencer. Das heißt, sie wecken über die digitalen Medien das Interesse der Menschen für Produkte und animieren diese zum Konsum. Im Fall von Colquhoun bedeutet das: Sie sitzt daheim, denkt sich eine Geschichte rund um ein Markenprodukt aus und verbreitet sie nebst Bebilderung auf ihrem Internet-Blog und in den sozialen Medien wie Instagram und Facebook. Colquhoun ist ein Profi, ihr fällt zu fast allem etwas ein, ob es sich nun um Kaffeebohnen, Kosmetik oder Sanitärtechnik handelt.

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