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OECD-Chef im Interview : „Ich möchte Klimaneutralität so schnell wie möglich erreichen“

Der ehemalige australische Finanzminister, Mathias Cormann, führt bald die Geschicke der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) mit Sitz in Paris. Bild: Wolfgang Eilmes

Der künftige Generalsekretär der OECD, Mathias Cormann, erläutert im F.A.Z.-Gespräch seine Prioritäten: Die Klimapolitik müsse wirtschaftlich verträglich sein, eine Digitalbesteuerung in diesem Jahr sei möglich.

          5 Min.

          Am 31. Mai folgen Sie als Generalsekretär der OECD auf Angel Gurría. Was sind Ihre dringendsten Aufgaben?

          Johannes Pennekamp
          Verantwortlicher Redakteur für Wirtschaftsberichterstattung.
          Christian Schubert
          Wirtschaftskorrespondent für Italien und Griechenland.

          Angel Gurría hat der OECD mit viel Leidenschaft und Einsatz fünfzehn Jahre lang gedient. Er hat den Einfluss der Organisation gemehrt und die Mitgliedschaft ausgeweitet. Es ist natürlich, dass nach fünfzehn Jahren eine Neubewertung über den weiteren Weg der OECD angebracht ist. Unsere wichtigsten Prioritäten sind: die Regierungen so zu unterstützen, dass der Aufschwung in der Nach-Covid-Zeit möglichst stark wird, zudem eine globale Führungsrolle mit dem Ziel der Klimaneutralität 2050 voranzutreiben sowie einen Ansatz für eine multilaterale Digitalbesteuerung zum Abschluss zu bringen. Wir müssen uns auch daran erinnern, worauf unser Wohlstand, unsere Fähigkeit zur Erneuerung und unsere Freiheit aufbauen: Wir müssen den Fokus wieder stärker auf marktbasierte Lösungen und eine geregelte internationale Ordnung legen. Das schließt eine stärkere Orientierung der OECD in Richtung der asiatisch-pazifischen Region ein.

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